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SPRACHLIEBE - MIT LUST UND LIEBE SPRECHEN

DIE SCHUBKÄSTEN-ÜBERSICHT


Meine "WORTSAMMLUNG VON A BIS Z" ist kein Selbstzweck, sondern dient als Basismaterial für die (vornehm gesprochen) "Sprachanalysen" des → KLATSCHWEIBES.
Die Sortierung der einzelnen Wörter in bestimmte Rubriken ist dafür zweckmäßig.
Natürlich ist dem Klatschweib diese Bezeichnung "Rubrik" viel zu formal, so dass es sich entschieden hat, statt dessen das Wort "Schubkästen" zu wählen, assoziiert man doch mit diesem Wort gleichzeitig eine bestimmte Denkungsart - das "Schubkasten-Denken".

Die folgende Übersicht dieser "Schubkästen" wird ständig optimiert.
Es gibt "Schubkästen"
       - nach Wortinhalt  (z. B. "amts-deutsch", "heiter-spielerisch"),
       - nach der Wortart (z. B. "gaanz laange Wörter"),
       - Wörter rund um einen Basisbegriff (z. B. "Kultur") und
       - Sammlungen zu einem Oberbegriff   (z. B. "Titel, Ämter, Berufe")




Die Hauptquelle meiner Wortsammlung ist die "Mitteldeutsche Zeitung"(Quellenkürzel "MZ"), die Regionalausgabe für Wittenberg und Gräfenhainichen - nähere Angaben siehe Quelle MZ.

"Schubkästen" nach Wortinhalt

Bezeichnung Beschreibung siehe auch die  Seite:
amts-deutsch Wie der Amtsschimmel (Bürokraten, Bürokratie als "Herrschaft der Ämter") die deutsche Sprache prägt, davon wissen die meisten Menschen ein trauriges Lied oder gar ein Grusellied zu singen.  
beschönigend Auf hoch-deutsch heißen diese beschönigenden Wörter "Euphemismen". Ein Euphemismus (von griechisch für "euphemia" - "Worte von guter Vorbedeutung" mit "eu" für "gut" und "phemi" - "ich sage") hat auf deutsch z. B. die Bezeichnung "Glimpfwort" oder "Verbrämung" und natürlich "Beschönigung".
Wie die Wikipedia zu "Euphemismus" verrät,  ist das "beschönigende Sprechen" besonders in Wirtschafts- und Politikerkreisen beliebt.
Das Gegenstück, Wörter im herabsetzenden Sinn zu gebrauchen, nennt sich "Dysphemismus". Was es mit der "Blasphemie" auf sich hat, muss in diesem Zusammenhang auch geklärt werden.
 
ddr-brd-deutsch An diesem "Schubkasten" arbeite ich nebenbei, Wörter daraus werden jedoch i. a. nicht in der alphabetischen Wortsammlung auftauchen, es wird irgendwann eine extra Seite im "KLATSCHWEIB" dazu geben.  
dumm-sprech "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens." Die Sprache der Dummheit, der  Dummköpfe, Dummschwätzer, Dummquatscher, wird  hier gesammelt.  
ekel-sprech Dieser mit dem 31.10.2016 neu angelegte "Schubkasten" wird eröffnet mit "Erotikmarkt, gewerblicher". Ich hätte ihn auch "barbarisch-deutsch" nennen können, doch ich möchte mit dem Wort "Ekel" die emotionale Wirkung - das abstoßende Gefühl, das die in dieser Rubrik gesammelten Wörter bei mir auslösen - besonders betonen.  "Barbarisch" wirkt als Wort eher auf der rationalen Ebene,  ist nicht so stark abstoßend wie "Ekel".
Im Wort "Vergewaltigungskultur" werden z. B. "Kultur" und "Barbarei" besonders eng verknüpft und der Gegensatz zwischen ihnen wird verwischt. Natürlich ist das Wort trotzdem eklig - und das gilt es hervorzuheben.
 
gefloskelt Die "Floskeln"  treten oft als "mode-deutsch", als Modewörter auf. Diese Version des Dummquatschens -  das Verwenden von Wörtern ohne wirkliche Aussage - scheint  allerdings ganz zeitlos (zu allen Zeiten) gern von Halbgebildeten, Nachquatschern und sprachlichen Scheinriesen praktiziert zu werden. Meine Lieblingsfloskeln (nicht falsch verstehen - ich verwende diese Worte ganz bestimmt nicht!) sind übrigens "Handlungsbedarf" und "sich neu erfinden".  
heiter-spielerisch Spielereien mit der Sprache, zum Lachen, Amüsieren und gelegentlich auch hintersinnig Kritisieren sollen hier gesammelt werden. Die Überschneidung mit "sinnfrei" ist gewollt.  
herren-deutsch Die Herrschaftssprache, die Sprache der Macht soll als Gegenstück zur Alltagssprache sichtbar gemacht werden. Als Unter-Schubfächer, zur besseren Differenzierung der gesammelten Beispiele, sind die Kategorien "ideologen-deutsch" und "krieger-deutsch" angelegt worden.  
ideologen-deutsch Die Rubrik "ideologen-deutsch" ist eine der zwei Komponenten, in die ich "herren-deutsch" weiter untergliedere, die andere ist "krieger-deutsch". Die ideologisch motivierte Sprache gewinnt in letzter Zeit zunehmend an Einfluss - Streit, Beschimpfungen, Halbwahrheiten und ganze Lügen sind ihre beliebten Methoden, mit denen sie Unfrieden sät. Besonders beliebt ist dabei, dem Opfer bzw. Gegner genau diese "Ideologie" vorzuwerfen, der sich mancher dieser Ideologen selbst in immer aggressiverer Weise bedient.  
juristen-deutsch Die "juristische Fachsprache" muss eindeutig, präzise sein.  Der Volksmund sagt zum "Juristendeutsch" gern auch "Juristenlatein", weil es dem "gemeinen Manne" (und der Frau und dem Kind) unverständlich ist. Sein Recht kann man daher nur mit Hilfe eines "Dolmetschers", eines "Juristen" (früher "Advokat", heute ist dieses Wort eher als Eierlikör-Marke bekannt) umsetzen, vielleicht.
Neben diesem Problem gibt es ein viel grundlegenderes: das Leben ist nicht eindeutig, die Welt ist widersprüchlich. Eine ganz und gar eindeutige Sprache kann sie, dizese vieldeutige und bunte Welt, also gar nicht widerspiegeln, ist unflexibel und praxisfern
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kirchen-latein Das Reformationsjubiläum 2017 hat mir vor Augen geführt, dass die Sprache und die Denkweise kirchlicher Würdenträger und Mitarbeiter von christlichen Kirchen eine besondere, für den einfachen Menschen oft unverständliche Sprachkategorie ist. Mit "kirchen-latein" ist diese besser beschrieben als mit der alten Kategorie "religions-deutsch".
Viele Wörter gehören zur "Fachsprache" von Religionen, speziell des Christentums, oder sind aus dieser in die Umgangssprache gewandert.  "Verdammnis" ist ein solches Wort, oder "Fegefeuer", aber auch "Rechtfertigungslehre", "Katechismus",  "Papst" usw.
("kirchen-latein" ist neu ab 14.11.2017 - Die bisher unter "religions-deutsch" einsortierten Wörter wurden hierher übernommen.)
krieger-deutsch In den drei "Schubkästen"  "herren-deutsch", "ideologen-deutsch" und "krieger-deutsch" werden Sprachbeispiele gesammelt, die zeigen sollen, mit welchen Mitteln Sprache zur Machtausübung, zur Einflussnahme auf Denken und Handeln der Menschen, zur Manipulation der öffentlichen Meinung benutzt wird.
In "krieger-deutsch"  sammele ich dabei vor allem solche Wörter und Sätze, in denen sowohl auf den Wortschatz aus Kriegsberichterstattungen zurück gegriffen wird also auch die Übertragung von Wörtern aus dieser spezifischen Sprache auf andere, eigentlich friedliche Bereiche erfolgt, z. B. in der Berichterstattung über Fußballspiele.
 
liebenswert, kurios Das können ganz normale Wörter sein, die ich jedoch als besonders liebenswert empfinde.
In einem Märchenfilm "Der gläserne Pantoffel"  (USA 1955 mit Leslie Caron als Aschenputtel) gibt es die alte Frau, Mrs. Toquet, die Wörter sammelt: "Fensterglas", "Ellenbogen", "Pickelhering", "Fasanenbraten" usw. , die sie für besonders hübsch und liebenswert hält.
Ich stelle mich mit meiner Sammlung liebenswerter Wörter in ihre Tradition. Mein zum 06.12.2016 erstes Wort in diesem "Schubkasten" ist übrigens "Schmugeld".
 
lti-sprech Erschreckend ist es zu sehen, wie viele Wörter, die im "Dritten Reiches" in besonderer politisch-ideologischer Absicht geprägt wurden, noch heute in unserer Alltagssprache  und - schlimmer noch - auch in Politiker-, Medien- und Juristensprache auftauchen. Normalerweise ist sich kaum jemand dieses Erbes bewusst.
Diese Rubrik (dieser Schubkasten, der wohl eher ein Mülleimer ist) habe ich mit dem 01.03.2017 neu angelegt, nachdem mir in der Presse (MZ vom 20.02.2017, S. 1) das Wort →"Ungehorsamkeitsarrest" böse in die Augen stach und meine Recherchen ergaben, dass es auf Gesetze von 1943 zurückgeht.
Bei der Frage, ob ich "lti-deutsch" oder "lti-sprech" [A1] verwende, entschied ich mich für letzteres, denn ich halte dieses Vokabular nicht für gesund, sondern eher für eine Krankheit der deutschen Sprache, für ein Krebsgeschwür.

LTI - Lingua Tertii Imperii - ist "Die Sprache des Dritten Reiches" und der Titel eines Buches von Viktor Klemperer:
→ KLEMPERER, LTI
(in SPRACHLIEBE
» LESESTOFF)
markt-deutsch Wie sich die Marktwirtschaft in der deutschen Sprache abbildet oder diese sogar "verseucht", will ich anhand dieser Beispiele zeigen. Das bekannteste und markanteste Wort dieser Sammlung ist "profitieren" (Profit machen, also Geld einnehmen). Es ersetzt zunehmend Wörter wie "nützen", "helfen", "erleichtern", "von Vorteil sein" oder - ganz früher - "segensreich sein". Markt-deutsch bewirkt in diesem Sinne eine Einschränkung der Wortwahl, eine Verarmung der Sprache.  
medien-deutsch Lieblingswörter deutscher Medien - siehe auch polit-deutsch - treten meist in ganz unterschiedlichen Medien einheitlich auf, was eine geheime Absprache vermuten lässt - das aber wäre eine "Verschwörungstheorie".  In jüngster Zeit (Anfang 2017) ist es mir durch den einheitlichen Wechsel vom Wort "Flüchtling" (das kaum noch verwendet wird) zu dem neuen, etwas sperrigen Wort "Geflüchtete" aufgefallen.  
mode-deutsch Im Unterschied zu "neu-deutsch" sind das eher schon lange bekannte Wörter, diese Modewörter, die nur als "Mode" auftauchen und (oft muss man sagen: hoffentlich) nach einer Zeit wieder verschwinden. Der Unterschied zu der weiteren ähnlichen Rubrik "Zeitgeist" besteht vor allem darin, dass sie beliebig sind (z. B. "Urgestein" und "sich neu erfinden"), während die den Zeitgeist widerspiegelnden Wörter ganz und gar typisch für unsere Zeit sind.  
neu-deutsch Diese neu in der deutschen Sprache auftauchenden Wörter sind keine Anglismen, haben keine Tendenz zur Weltsprache, sind nicht identisch mit "mode-deutsch". Sie tauchen auf  und verschwinden i. a. nie wieder: "Handy" z. B. (Oder verschwindet das  scheinenglische deutsche Wort, das umgangssprachlich für "Mobilfunktelefon" bzw. "Mobiltelefon" steht, doch schon langsam wieder und wird durch "Smartphone" abgelöst?)  
polit-deutsch Lieblingswörter deutscher Politiker und weitere Beispiele aus der Sprache der Politik, die sich in schönster Abgrenzung mit dem "medien-deutsch", der Sprache der Medien, überschneidet, werden hier notiert.
Politiker müssen immer so reden, dass man ihnen möglichst nicht "das Wort im Munde umdrehen" kann, nichts hineindeuten kann, was sie gar nicht gemeint haben. Diese ständige sprachliche Rückversicherung hat zu einer ganz eigenen Sprache von Politikern geführt. Und trotzdem tappen sie immer wieder in die Medien-Falle und werden von diesen einem nach Blut lechzenden Publikum wie in Gladiatorenkämpfen vorgeführt - die Masse braucht  nun einmal "Brot und Spiele". So muss sie sich nicht um die eigentliche Politik kümmern.
 
Rechtschreibnörgelei Mit dem 01.03.2017 habe ich den Schubkasten "Rechtschreibnörgelei" erweitert auf →"sprachnörglerisch".  
religions-deutsch Mit dem 14.11.217 habe ich den Schubkasten "religions-deutsch" geändert auf  → "kirchen-latein".  
selten bis aussterbend
bzw. ausgestorben
Hier werden vor allem solche Wörter genannt, die vor 50 und mehr Jahren noch zum Alltagsdeutsch gehörten, aufgrund der Entwicklung aber heute nicht mehr benötigt werden. Ich nenne als hübsches Beispiel den "Melkschemel", den die Frauen (gelegentlich waren es auch Männer) beim Melken der Kühe benutzten, oder auch den "Zwickelerlass" - eine Wortschöpfung des Volksmundes um ein Gesetz von vor ca. 100 Jahren, das eine züchtige Badekleidung verlangte.

Besser als meine kleine Sammlung ist ganz sicher die "Retropedia" (entdeckt habe ich sie am 22.03.2017). Unter Retropedia, das Mitmach-Archiv für selten gewordene Wörter »externer Link« haben Sprachliebhaber*innen eine Sammlung vergessener oder doch bedrohter Wörter zusammengestellt.

Auf Facebook gefunden (am 15.08.2017) habe ich eine Gruppe, die sich genussvoll der Erinnerung "an fast vergessene oder vom Aussterben bedrohte, im deutschen Sprachraum benutzte Wörter und Worte" hingeben:
www.facebook.com/groups/Fastvergessenedeutscheworte/
Dort wurde auch dieses Buch empfohlen, das nun weiteres Sammeln - fürchte ich - ersparen kann:
Nikolai Kinast
Muckefuck & Sendeschluss
Wörter außer Betrieb
erschienen 2014 im Verlag Langenscheidt,
111 Seiten, 9,99 Euro
siehe z. B. hier:
www.buecher.de/shop/humor-satire/muckefuck-sendeschluss~ »externer Link«
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sinnfrei (sinnlos) "Wörter" im eigentlichen Sinne sind es ja nicht, diese Buchstabenkombinationen ohne Bedeutung, ohne Sinn - z. B. "Superkalifragilis" - gelegentlich werden sie auch als "höherer Blödsinn" bezeichnet.
Ich erinnere mit Wonne an Christian Morgensterns "Das große Lalula" mit dem unvergesslichen "Kroklokwafzi". Das ganze nennt sich "Lautmalerei" oder "Lautpoesie". Ihr Sinn liegt nicht im Inhalt der Worte, sondern im Spiel mit den Möglichkeiten von Wortbildungen.

"Unsinnig" sind diese Sprachspielereien trotzdem nicht, denn sie gaukeln gar keinen Sinn vor. Sinnfrei oder "sinnlos" meint etwas anderes als "unsinnig".
Beispiele für den unsinnigen Sprachgebrauch werden an anderer Stelle folgen. Einige finden sich schon in den Schubkästen  "dumm-sprech" und "doppelt gemoppelt".
 
sprachnörglerisch Mit dem 01.03.2017 habe ich den Schubkasten "Rechtschreibnörgelei" erweitert und umbenannt auf "sprachnörglerisch". Näheres zur Rechtschreibnörgelei → KLATSCHWEIB.  
typisch-deutsch Welche Wörter sind eigentlich nicht in andere Sprachen übersetzbar, ohne dass sie langer erklärt werden müssen und trotzdem kaum verstanden werden können? Welche Wörter spiegeln unsere "typisch deutsche" Denkweise und Lebensweise besonders gut wider?
Ein paar Beispiele: "Stammtisch", "Kneipe" und "marode Schulen".
 
Volksmund Einige Wörter aus dem "Volksmund" werden in diese Sammlung aufgenommen, ansonsten ist er  ein separates Thema:
→ VOLKSMUND
 
welt-deutsch Ein Versuch herauszufinden, wie sich die  entstehende Weltsprache in der deutschen Sprache spiegelt, z. B. "WhatsApp"  
Wörter, die weh tun Das ist nur eine Anmerkung darüber, welche Wörter ich NICHT in diese Sammlung aufnehme. Ich will sie einfach "totschweigen".
Ich vermeide es nach Möglichkeit, Wörter, die mir besonders weh tun, in diese Sammlung aufzunehmen, auch wenn sie in den Rubriken wie "Zeitgeist", "politik-deutsch" oder "medien-deutsch" prägend sind.
Nicht immer ist das vermeidbar, doch dann blutet mir oft beim Schreiben das Herz, wie z. B. in der Sammlung "Flüchtlinge".
Diesen ungenannten bösen Schimpf-, Schand- und Schmerzenswörtern stelle ich an anderer Stelle → WORTE, DIE GUT TUN (in SPRACHGENUSS), "gute Worte" entgegen.
 
Zeitgeist Wörter, die typisch für unsere Zeit sind, z. B. "Betreuungsgeld", "Gutmensch", "Jobwunder", werden in diesen Schubkasten gesteckt.  
zynisch Hier geht es um Wörter, die im allgemeinen ganz harmlos, "normal" sind, aber in einem bestimmten Zusammenhang eine zynische Wirkung entfalten.
Können Sie sich z. B. vorstellen, dass selbst das schöne Wort aus der Kindergartenzeit, "→ Beschäftigung", zynisch missbraucht wird?
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"Schubkästen" nach Wortart

Bezeichnung Beschreibung siehe auch die  Seite:
gaanz laange Wörter Hier werden i. a. Wörter notiert, die aus vier Basiswörtern bestehen oder   eine Länge von  mindestens 18 Buchstaben haben.
Der bisherige Spitzenreiter in meiner Sammlung - das "Hochwasserschadensbeseitigungsprogramm" mit 38 Buchstaben - ist zum 31.10.2016 abgelöst worden vom
Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz mit 41 Buchstaben. und dem gleich darauf folgenden Verkehrswegeplanungsvereinfachungsgesetz mit 40 Buchstaben.
Auf den weiteren Plätzen folgen "Lebensmittelkennzeichnungsverordnung"
(auch mit Bindestrich schreibbar: Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung)  und (neu seit 07.10.2016) die "Tierschutznutztierhaltungsverordnung", beide mit jeweils 36 Buchstaben, letzteres auch noch . Mit 34 Buchstaben gibt es das "Vaterschaftsfeststellungsverfahren". Danach folgen die "Wirtschaftsförderungsgesellschaft" und das "Rentenüberleitungsabschlussgesetz" mit 33 Buchstaben.
32 Buchstaben bieten der "Bundestagsuntersuchungsausschuss" und die "Oberbürgermeistereilentscheidung" .
Die Anzahl der Buchstaben steht i. a. in Klammern hinter dem jeweiligen Wort.
PS: Der neue Rekord liegt seit dem 01.01.2017 beim uneinholbaren Wort aus 7 Basiswörtern und mit 51 Buchstaben:
Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung.
 
Monster-Sprache Diese "monströsen" Wortzusammenstellungen werden in einer separaten Seite  gesammelt und kommentiert. Dabei werden "Sprach-Monster" (einzelne "Wortgruppen-Monster" und ganze "Monster-Sätze") gesammelt.
"Monster" ist - laut Wikipedia - ein "abnormales Objekt".
MONSTER-SPRACHE
doppelt gemoppelt Sie nennen sich "Pleonasmen", diese Wörter oder Wortgruppen, in denen zwei gleiche Bedeutungen zusammengeführt werden. Mein Liebling ist übrigens der "Quantensprung" (Die Begründung gibt es in der WORTSAMMLUNG unter Q: → Quanten).
Eine Art Gegenstück hierzu bildet das folgende Thema:
 
Paradoxien Paradoxe Formulierungen haben es in sich. Es kann sein, dass sich das Gehirn daran abarbeitet, "rund läuft" (also immer wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt, an dem es dann fragend und nicht verstehend von vorn beginnt), denn in ihnen ist ein sogenannter "Widerspruch in sich" nicht lösbar. Sie sind ein Denktraining par excellence (also "in höchster Vollendung"). PARADOXIEN
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Wörter rund um einen Basisbegriff

Bezeichnung Beschreibung siehe auch die  Seite:
Arbeit Schwerpunkt dieser Sammlung ist die "Sprache des Arbeitsmarktes", darüber hinaus geht es auch um die Abgrenzungen und Überschneidungen zwischen den Begriffen "Arbeit", "Beschäftigung" und "Tätigsein". ARBEIT
Demokratie Was ist eigentlich "Demokratieverdrossenheit"? Wollen die Menschen nicht mehr mitreden? Was ist eine "Scheindemokratie"? Was bedeutet es, die Demokratie "marktkonform" zu gestalten? Für wen ist "direkte Demokratie" gefährlich und was versteckt sich hinter "Demokratiedefiziten"?
Und, und, und ... - es bleiben Fragen über Fragen rund um dieses schöne Wort.
DEMOKRATIE
Flüchtlinge Viele Wörter  rund um Flüchtlinge haben es in die Medien geschafft, eines ist so gut wie nicht dabei, die "Flüchtlingskatastrophe". Da ist von "Flüchtlingskrise", "Flüchtlingssituation", ja sogar von "gerechter Verteilung von Flüchtlingen" die Rede ... - pfui Teufel. FLÜCHTLINGE
Kinder Auslöser dieser speziellen Sammlung war eigentlich der hier in Wittenberg gepflegte "Kinderschutzstammtisch". Sehen Sie selbst, welche weiteren scheußlichen Wörter es in Verbindung mit "Kind, Kinder" gibt. KINDER
Kultur Kulturbereiche, zusammengesetzte Wörter und ganze Wortgruppen rund um den Kulturbereich werden hier gesammelt und z. T. kommentiert. KULTUR
Sprache Wörter  rund um die "Sprache" werden seit dem 01.03.2017 hier gesammelt und gelegentlich kommentiert. SPRACHE
Volk "Umvolkung" war der Anstoß, im Oktober 2016 dieses Basiswort in die Sammlung aufzunehmen. VOLK


Wortsammlungen zu einem Oberbegriff

Bezeichnung Beschreibung siehe auch die  Seite:
Gesetze (Verordnungen usw.) Nur ein einziges Beispiel nenne ich hier, das "Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz", das es inzwischen zum Rekordhalter bei den "gaanz laangen Wörtern" (s. o.) geschafft hat.  
Titel, Ämter, Berufe Es gibt ein "höchstes Amt im Staate", in Deutschland ist es das Amt des Bundespräsidenten. Früher hieß das "Reichspräsident", der führte dann ein "Präsidialregime". Je höher das Amt und der Titel, desto höher die Ehre für den Amtsinhaber bzw. Titelträger. Das führt zu mitunter kuriosen Bezeichnungen - und natürlich zu einem ständigen Karrieredruck und zu Beförderungsträumen.
Erinnert sei auch an Schillers "Wilhelm Tell", in dem der Freiheitskämpfer Wilhelm Tell sich weigert, den "Gesslerhut" zu grüßen, dessen (so die Wikipedia) "einzig sinnfälliger Zweck die öffentliche Erzwingung untertänigen Verhaltens ist."
Wieso fällt mir dieser Hut jetzt nur ein?
 
 
Anmerkung A1:
Ähnliche Überlegungen gab und gibt es bei anderen "Schubkästen",
ob ich "xxx-deutsch" oder "xxx-sprech" schreibe
.

"Xxx-deutsch" steht für Worte und Sprache, die so oder so Teil unserer Sprachkultur ist, ob mir das im einzelnen gefällt oder nicht. 
Bei "xxx-sprech" sind solche Varianten gemeint, die als Teil der Sprachpflege vorrangig überwunden werden müssen, die also eher im Alltag für Sprachschlamperei und Sprachvergewaltigung stehen.
Zwar ist z.B.  die "amts-deutsche" oder "markt-deutsche" Sprache auch oft schwer zu ertragen, doch dürfte es wesentlich langwieriger und komplizierter sein, sich hiervor zu trennen, da deren materielle Basis - das Beamtentum und die Marktwirtschaft - als Quelle einer solchen Sprachgewohnheit zuvor versiegen müsste.
Demgegenüber sind die "xxx-sprech"-Varianten Teil der Alltagssprache und können von Menschen individuell vermieden werden.
Die Grenze zwischen den beiden Gruppen "deutsch" und "sprech" sind natürlich fließend.
Mit dem 16.11.2017 habe ich geändert:
"dumm-deutsch" zu "dumm-sprech" und "ekel-deutsch" zu "ekel-sprech".

Seitenversion: erg. 16.11.2017
URL: www.brunhild-krueger.de/spr/spr1-wortsammlung/spr11_schubkaesten.html

 
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Bearbeitungsnotizen:
N20161020 - extra Schubkasten für Sprachenbezeichnungen wie "Fachchinesisch", "Kauderwelsch" einrichten → wird in "SPRACHE" (neu 01.03.2017) aufgenommen
- außerdem eine neu Seite einrichten, in der solche köstlichen Sätze Platz finden können wie dieser:
(Film "Haus in Montevideo" mit Heinz Rühmann) "Ich sehe ein, dass ich Strafe verdient habe, und bitte um eine gehörige solche."

Rubrik "höherer Blödsinn" beim Klatschweib angedacht, auch "magische Worte"  bzw. "magisch" sind denkbar für Worte, von denen eine besondere Faszination ausgeht
siehe auch SPR7RUBRIKEN - oder Schubkästen, Übersicht 2017

ggf. weitere Rubrik - mittelalter-deutsch? siehe Hochburgen der Reformation, das Wort "Hochburgen" im übertragenen Sinne und im eigentlichen