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SPRACHLIEBE - MIT LUST UND LIEBE SPRECHEN
WORTSAMMLUNG VON A BIS Z

DIE SCHUBKÄSTEN-ÜBERSICHT


Meine "WORTSAMMLUNG VON A BIS Z" ist kein Selbstzweck, sondern dient als Basismaterial für die (vornehm gesprochen) "Sprachanalysen" des
→ KLATSCHWEIBES.
Die Sortierung der einzelnen Wörter in bestimmte Rubriken ist dafür
zweckmäßig.
Natürlich ist dem Klatschweib diese Bezeichnung "Rubrik" viel zu formal, so dass es sich entschieden hat, statt dessen das Wort "Schubkästen" zu wählen, assoziiert man doch mit diesem Wort gleichzeitig eine bestimmte Denkungsart - das "Schubkasten-Denken".

Die folgende Übersicht dieser "Schubkästen" wird ständig optimiert.
Es gibt "Schubkästen"
       - nach Wortinhalt  (z. B. "amts-deutsch", "heiter-spielerisch"),
       - nach der Wortart (z. B. "gaanz laange Wörter"),
       - Wörter rund um einen Basisbegriff (z. B. "Kultur") und
       - Sammlungen zu einem Oberbegriff   (z. B. "Titel, Ämter, Berufe")

Ergänzung am 03.08.2023 - die "Streichelwörter":
Mit der Erweiterung des Themas SPRACHLIEBE - MIT LUST UND LIEBE SPRECHEN um die Banner-Ergänzung "MIT WORTEN STREICHELN" gibt es nun einen neuen "Schubkasten Streichelwörter".
(Siehe dazu auch die Seite WORTE, DIE GUT TUN (gute Worte) hier im Thema unter SPRACHGENUSS)

"Schubkästen" nach Wortinhalt


alt-deutsch (altmodisch)
(seltene bis aussterbende bzw. ausgestorbene Wörter)
Hier werden vor allem solche Wörter genannt, die vor 50 und mehr Jahren noch zum Alltagsdeutsch gehörten, aufgrund der Entwicklung aber heute nicht mehr benötigt werden. Ich nenne als hübsches Beispiel den "Melkschemel", den die Frauen (gelegentlich waren es auch Männer) beim Melken der Kühe benutzten, oder auch den "Zwickelerlass" - eine Wortschöpfung des Volksmundes um ein Gesetz von vor ca. 100 Jahren, das eine züchtige Badekleidung verlangte.

(Einschub 31.12.2020 - die früher hier erwähnte "Retropedia", eine Website, auf der Sprachliebhaber*innen eine Sammlung vergessener oder doch bedrohter Wörter zusammenstellten, gibt es inzwischen leider nicht mehr.)

Auf Facebook gefunden (am 15.08.2017) habe ich eine Gruppe, die sich genussvoll der Erinnerung "an fast vergessene oder vom Aussterben bedrohte, im deutschen Sprachraum benutzte Wörter und Worte" hingeben:
www.facebook.com/groups/Fastvergessenedeutscheworte/»externer Link«
Dort wurde auch dieses Buch empfohlen, das nun weiteres Sammeln - fürchte ich - ersparen kann:
Nikolai Kinast
Muckefuck & Sendeschluss
Wörter außer Betrieb
erschienen 2014 im Verlag Langenscheidt,
111 Seiten, 9,99 Euro
siehe z. B. hier:
www.buecher.de/shop/humor-satire/muckefuck-sendeschluss~ »externer Link«

amts-deutschWie der Amtsschimmel (Bürokraten, Bürokratie als "Herrschaft der Ämter") die deutsche Sprache prägt, davon wissen die meisten Menschen ein trauriges Lied oder gar ein Grusellied zu singen.
beschönigend (Schönfärberei)Auf hoch-deutsch heißen diese beschönigenden Wörter "Euphemismen". Ein Euphemismus (von griechisch für "euphemia" - "Worte von guter Vorbedeutung" mit "eu" für "gut" und "phemi" - "ich sage") hat auf deutsch z. B. die Bezeichnung "Glimpfwort" oder "Verbrämung" und natürlich "Beschönigung".
Wie die Wikipedia zu "Euphemismus" verrät,  ist das "beschönigende Sprechen" besonders in Wirtschafts- und Politikerkreisen beliebt.
Das Gegenstück, Wörter im herabsetzenden Sinn zu gebrauchen, nennt sich "Dysphemismus". Was es mit der "Blasphemie" auf sich hat, muss in diesem Zusammenhang auch geklärt werden.
brisant, heikel (neu ab  03.08.2023)Damit sind die Wörter gemeint, bei denen man es sich genau überlegen muss, ob man sie (noch) verwendet, ob man sie überhaupt noch verwenden darf.
Das sind Wörter, hinter denen sich ein politisches Problem versteckt, das durch Sprachregulierungen verschwinden gemacht werden soll.
Auch "leichte Fälle", bei denen nur Emotionen hochkochen, wenn das Wort erwähnt wird, werden mit einbezogen.

ddr-brd-deutschAn diesem "Schubkasten" - der "Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der deutschen Sprache in Ost und West" zeigen sollte - habe ich früher ein wenig gearbeitet. Inzwischen hat mir Jürgen Große diese Arbeit bereits abgenommen: mit seinem Buch "Die Sprache der Einheit - Ein Fremdwörterbuch":
Ich stelle es im LESESTOFF (SPR) - in der Unterseite UNGELESENES vor.

dumm-sprech "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."
Die Sprache der Dummheit, der  Dummköpfe, Dummschwätzer, Dummquatscher, wird  hier gesammelt. Mit der Unter-Kagegorie "gelahrte Gerede".

ekel-sprechIch hätte diesen Schubkasten auch "barbarisch-sprech" nennen können, doch ich möchte mit dem Wort "Ekel" die emotionale Wirkung - das abstoßende Gefühl, das die in dieser Rubrik gesammelten Wörter bei mir auslösen - besonders betonen.  "Barbarisch" wirkt als Wort eher auf der rationalen Ebene,  ist nicht so stark abstoßend wie "Ekel".
Für diese ekligen Wörter, die ich leider nicht ausklammern kann in meiner Wortsammlung, habe ich eine Kennzeichnung eingeführt:  
                  ›...‹
Diese Zeichen verwende ich auch für Buchstabenansammlungen, die vortäuschen, ein richtiges Wort zu sein, z. B. ›Mitgliederinnen‹.
Die in dieser Rubrik zusammengelesenen Wörter bzw. Scheinwörter gehören nicht zu meinem aktiven Sprachschatz.

Als Beispiele seien genannt:
• ›Erotikmarkt, gewerblicher‹,
• ›Vergewaltigungskultur‹: 
Hier werden z. B. "Kultur" und "Barbarei" besonders eng verknüpft und der Gegensatz zwischen ihnen wird verwischt. Natürlich ist das Wort trotzdem eklig - und das gilt es hervorzuheben.
• ›Kindesmissbrauch‹.
Warum ich dieses Wort ablehne, dazu gibt es auf der Seite TEXTE ANDERER AUTOREN  (hier in SPRACHLIEBE » LESESTOFF) einen von mir voll unterstützten Fremdkommentar.
Es gibt eine Untergrenze der Verwendung von Sprache, die, so sie unterschritten wird, in die Sprachbarbarei führt.
gefloskeltDie "Floskeln"  treten oft als "mode-deutsch", als Modewörter auf. Diese Version des Dummquatschens -  das Verwenden von Wörtern ohne wirkliche Aussage - scheint  allerdings ganz zeitlos (zu allen Zeiten) gern von Halbgebildeten, Nachquatschern und sprachlichen Scheinriesen praktiziert zu werden. Meine "Lieblingsfloskeln" (nicht falsch verstehen - ich verwende diese Wörter ganz bestimmt nicht!) sind übrigens "Handlungsbedarf" und "sich neu erfinden".
gelahrtes GeredeWenn jemand mit Fremdwörtern usw. angibt, obwohl er das, was er sagt, selbst nicht versteht, dann gibt er sich - wie man bei uns sagt - "gelahrt" (statt "gelehrt", spottender Volksmund halt).
Das ist eine Unterkategorie zu "dumm-sprech". (neu ab 03.08.2023)

heiter-spielerischSpielereien mit der Sprache, zum Lachen, Amüsieren und gelegentlich auch hintersinnig Kritisieren sollen hier gesammelt werden. Die Überschneidung mit "sinnfrei" ist gewollt.
herren-deutschDie Herrschaftssprache, die Sprache der Macht soll als Gegenstück zur Alltagssprache sichtbar gemacht werden. Als Unter-Schubfächer, zur besseren Differenzierung der gesammelten Beispiele, sind die Kategorien "ideologen-deutsch" und "krieger-deutsch" angelegt worden. ideologen-deutschDie Rubrik "ideologen-deutsch" ist eine der zwei Komponenten, in die ich "herren-deutsch" weiter untergliedere, die andere ist "krieger-deutsch". Die ideologisch motivierte Sprache gewinnt in letzter Zeit zunehmend an Einfluss: Streit, Beschimpfungen, Halbwahrheiten und ganze Lügen sind ihre beliebten Methoden, mit denen sie Unfrieden sät. Besonders beliebt ist dabei, dem Opfer bzw. Gegner genau diese "Ideologie" vorzuwerfen, der sich mancher dieser Ideologen selbst in immer aggressiverer Weise bedient. Hier finden neben den Wörtern selbst, derer sich solche Ideologen, Demagogen, Populisten, Volksverhetzer bedienen, auch die Worte ihren Sammelplatz, die Methoden ideologischer Einflussnahme und Manipulation sichtbar machen, z. B. die "Gehirnwäsche".
juristen-deutschDie "juristische Fachsprache" muss eindeutig, präzise sein.  Der Volksmund sagt zum "Juristendeutsch" gern auch "Juristenlatein", weil es dem "gemeinen Manne" (und der Frau und dem Kind) unverständlich ist. Sein Recht kann man daher nur mit Hilfe eines "Dolmetschers", eines "Juristen" (früher "Advokat", heute ist dieses Wort eher als Eierlikör-Marke bekannt) umsetzen, vielleicht.
Neben diesem Problem gibt es ein viel grundlegenderes: das Leben ist nicht eindeutig, die Welt ist in sich widersprüchlich. Eine ganz und gar eindeutige Sprache kann sie, diese vieldeutige und bunte Welt, also gar nicht widerspiegeln, dafür ist sie zu unflexibel und damit zu praxisfern.

kirchen-lateinischDas Reformationsjubiläum 2017 hat mir vor Augen geführt, dass die Sprache und die Denkweise kirchlicher Würdenträger und Mitarbeiter von christlichen Kirchen eine besondere, für den einfachen, nicht christlich sozialisierten Menschen oft unverständliche "Fachsprache" bzw. "Fremdsprache" ist. Mit "kirchen-lateinisch" ist diese besser beschrieben als mit der alten Kategorie "religions-deutsch".
Viele Wörter gehören zu diese "Fachsprache" der christlichen Religion oder sind aus dieser in die Umgangssprache gewandert.  "Verdammnis" ist ein solches Wort, oder "Fegefeuer", aber auch "Sünde" und "Rechtfertigungslehre", "Katechismus",  "Papst" usw.

krieger-deutschIn den drei "Schubkästen"  "herren-deutsch", "ideologen-deutsch" und "krieger-deutsch" werden Sprachbeispiele gesammelt, die zeigen sollen, mit welchen Mitteln Sprache zur Machtausübung, zur Einflussnahme auf Denken und Handeln der Menschen, zur Manipulation der öffentlichen Meinung benutzt wird.
In "krieger-deutsch"  sammele ich dabei vor allem solche Wörter und Sätze, in denen im übertragenen Sinne auf den Wortschatz aus Kriegsberichterstattungen bzw. der "Kriegssprache" zurück gegriffen wird, z. B. in der Berichterstattung über Fußballspiele.    
(siehe die  WORTSAMMLUNG - MILITÄRISCH - dort werden Beispiele aus dem militärischen Bereich und aus der eigentlichen "Kriegssprache" gesammelt).
liebenswert, kuriosDas können ganz normale Wörter sein, die ich jedoch als besonders liebenswert empfinde.
In einem Märchenfilm "Der gläserne Pantoffel"  (USA 1955 mit Leslie Caron als Aschenputtel) gibt es die alte Frau, Mrs. Toquet, die Wörter sammelt: "Fensterglas", "Ellenbogen", "Pickelhering", "Fasanenbraten" usw. , die sie für besonders hübsch und liebenswert hält.
Ich stelle mich mit meiner Sammlung liebenswerter Wörter in ihre Tradition. Mein zum 06.12.2016 erstes Wort in diesem "Schubkasten" ist übrigens "Schmugeld".

lti-sprechErschreckend ist es zu sehen, wie viele Wörter, die im "Dritten Reich" in besonderer politisch-ideologischer Absicht geprägt wurden, noch heute in unserer Alltagssprache  und - schlimmer noch - auch in Politiker-, Medien- und Juristensprache auftauchen. Normalerweise ist sich kaum jemand dieses Erbes bewusst.
Diese Rubrik (dieser Schubkasten, der wohl eher ein Mülleimer ist) habe ich mit dem 01.03.2017 neu angelegt, nachdem mir in der Presse (MZ vom 20.02.2017, S. 1) das Wort →"Ungehorsamkeitsarrest" böse in die Augen stach und meine Recherchen ergaben, dass es auf Gesetze von 1943 zurückgeht.
Bei der Frage, ob ich "lti-deutsch" oder "lti-sprech" A1 verwende, entschied ich mich für letzteres, denn ich halte dieses Vokabular nicht für einen gesunden Bestandteil unserer deutschen Sprache, sondern eher für eine Krankheit, für ein Krebsgeschwür.
LTI - Lingua Tertii Imperii - ist "Die Sprache des Dritten Reiches" und der Titel eines Buches von Victor Klemperer: KLEMPERER, LTI
(in SPRACHLIEBE » LESESTOFF)

markt-deutschWie sich die Marktwirtschaft in der deutschen Sprache abbildet oder diese sogar "verseucht", will ich anhand dieser Beispiele zeigen. Das bekannteste und markanteste Wort dieser Sammlung ist "profitieren" (Profit machen, also Geld einnehmen). Es ersetzt zunehmend Wörter wie "nützen", "helfen", "erleichtern", "von Vorteil sein" oder - ganz früher - "segensreich sein". Markt-deutsch bewirkt in diesem Sinne eine Einschränkung der Wortwahl, eine Verarmung der Sprache.
Eine Unter-Kategorie wäre der "Börsenjargon", der wird hier nicht gesondert ausgewiesen.

medien-deutschViele Lieblingswörter deutscher Medien treten meist in ganz unterschiedlichen Medien einheitlich auf, was eine geheime Absprache vermuten lässt. Das jedoch wäre eine "Verschwörungstheorie".  Anfang 2017 ist es mir z. B. durch den einheitlichen Wechsel der  meisten Medien vom Wort "Flüchtling" (das kaum noch verwendet wird) zu dem neuen, etwas sperrigen Wort "Geflüchtete" aufgefallen.
(siehe auch polit-deutsch)

mode-deutschIm Unterschied zu "neu-deutsch" sind das eher schon lange bekannte Wörter, diese Modewörter, die nur als "Mode" auftauchen und (oft muss man sagen: hoffentlich) nach einer Zeit wieder verschwinden. Der Unterschied zu der weiteren ähnlichen Rubrik "Zeitgeist" besteht vor allem darin, dass sie beliebig sind (z. B. "Urgestein" und "sich neu erfinden"), während die den Zeitgeist widerspiegelnden Wörter ganz und gar typisch für unsere Zeit sind. neu-deutschDiese neu in der deutschen Sprache auftauchenden Wörter sind keine Anglismen, haben keine Tendenz zur Weltsprache, sind nicht identisch mit "mode-deutsch". Sie tauchen auf  und verschwinden i. a. nie wieder: "Handy" z. B. (Oder verschwindet das  scheinenglische deutsche Wort, das umgangssprachlich für "Mobilfunktelefon" bzw. "Mobiltelefon" steht, doch schon langsam wieder und wird durch "Smartphone" abgelöst?)
polit-deutschLieblingswörter deutscher Politiker und weitere Beispiele aus der Sprache der Politik, die sich in schönster Abgrenzung mit dem "medien-deutsch", der Sprache der Medien, überschneidet, werden hier notiert.
Politiker müssen immer so reden, dass man ihnen möglichst nicht "das Wort im Munde umdrehen" kann, nichts hineindeuten kann, was sie gar nicht gemeint haben. Diese ständige sprachliche Rückversicherung hat zu einer ganz eigenen Sprache von Politikern geführt. Und trotzdem tappen sie immer wieder in die Medien-Falle und werden von diesen einem nach Blut lechzenden Publikum wie in Gladiatorenkämpfen vorgeführt - die Masse braucht  nun einmal "Brot und Spiele". So muss sie sich nicht um die eigentliche Politik kümmern.

sinnfrei (sinnlos)"Wörter" im eigentlichen Sinne sind es ja nicht, diese Buchstabenkombinationen ohne Bedeutung, ohne Sinn - z. B. "Superkalifragilis" - gelegentlich werden sie auch als "höherer Blödsinn" bezeichnet.
Ich erinnere mit Wonne an Christian Morgensterns "Das große Lalula" mit dem unvergessenen "Kroklokwafzi". Das ganze nennt sich "Lautmalerei" oder "Lautpoesie". Ihr Sinn liegt nicht im Inhalt der Worte, sondern im Spiel mit den Möglichkeiten von Wortbildungen.
"Unsinnig" sind diese Sprachspielereien trotzdem nicht, denn sie gaukeln gar keinen Sinn vor. Sinnfrei oder "sinnlos" meint etwas anderes als "unsinnig".
Beispiele für den unsinnigen Sprachgebrauch werden an anderer Stelle folgen. Einige finden sich schon in den Schubkästen  "dumm-sprech" und "doppelt gemoppelt".

sprachnörglerischDieser Schubkasten ging aus "Rechtschreibnörgelei" hervor
(näheres zu diesem Wort → KLATSCHWEIB) . Nörgler sind unangenehme Zeitgenossen. Mit dieser Bezeichnung kann man kritische Meinungen im Keim ersticken. Wer Sprache liebt und sie pflegen will, muss kritisieren. Machen Sie mit - werden Sie "Sprachnörgler".
StreichelwörterDer zum 03.08.2023 neue Schubkasten ist entstanden im Zusammenhang mit der Erneuerung des Bannders, in dem es nun heißt: "MIT WORTEN STREICHELN".
typisch-deutschWelche Wörter sind eigentlich nicht in andere Sprachen übersetzbar, ohne dass sie langer erklärt werden müssen und trotzdem kaum verstanden werden können? Welche Wörter spiegeln unsere "typisch deutsche" Denkweise und Lebensweise besonders gut wider?
Ein paar Beispiele: "Stammtisch", "Kneipe" und "marode Schulen".

VolksmundEinige Wörter aus dem "Volksmund" werden in diese Sammlung aufgenommen, ansonsten ist er  ein separates Thema: → VOLKSMUND
welt-deutschEin Versuch, herauszufinden, wie sich die  entstehende Weltsprache in der deutschen Sprache spiegelt, z. B. "WhatsApp"
Wörter, die weh tun (Hass-Sprache)Das ist nur eine Anmerkung darüber, welche Wörter ich NICHT in diese Sammlung aufnehme. Ich will sie einfach "totschweigen".
Ich vermeide es nach Möglichkeit, Wörter, die mir besonders weh tun, in diese Sammlung aufzunehmen, auch wenn sie in den Rubriken wie "Zeitgeist", "politik-deutsch" oder "medien-deutsch" prägend sind.
Nicht immer ist das vermeidbar, doch dann blutet mir oft beim Schreiben das Herz, wie z. B. in der Sammlung "Flüchtlinge". Ist es unvermeidbar, Wörter zu erwähnen, dann werden sie sichtbar gemacht wie in diesem bereits oben genannten Beispiel: ›Kindesmissbrauch‹.
Diesen ungenannten bösen Schimpf-, Schand-. Schmerzenswörtern stelle ich an anderer Stelle → WORTE, DIE GUT TUN (in SPRACHGENUSS), "gute Worte" entgegen.

Hier in der WORTSAMMLUNG VON A BIS Z gibt es seit dem 03.08.2023 nun auch einen "Schubkasten", in dem ich Wörter sammle, die diesen Hass-Wörtern  hoffentlich irgendwann "die Spucke aus dem Mund nehmen" - wie der Volksmund so schön sagt - die "Streichelwörter".

Zeitgeist Wörter, die typisch für unsere Zeit sind, z. B. "Betreuungsgeld", "Gutmensch", "Jobwunder", werden in diesen Schubkasten gesteckt.
zukunfts-deutschDiese Rubrik ist erst einmal "angedacht" in dem Sinne, dass es dafür noch keine Wörter gibt in meiner WÖRTERSAMMLUNG. Doch es ist sicher interessant, sich die zukünftige deutsche Sprache vorzustellen: welche Wörter sind "zukunftsfähig", welche werden in der Mottenkiste landen, aussterben bzw. nicht mehr gebraucht werden?
Ich hoffe, dass es eine schöne Sprache wird, mit vielen schönen Wörtern, Redewendungen und schönen Gedanken, die in dieser Sprache dann ausgedrückt werden.

zynischHier geht es um Wörter, die im allgemeinen ganz harmlos, "normal" sind, aber in einem bestimmten Zusammenhang eine zynische Wirkung entfalten.
Können Sie sich z. B. vorstellen, dass selbst das schöne Wort aus der Kindergartenzeit, "→ Beschäftigung", zynisch missbraucht wird?

"Schubkästen" nach Wortart

gaanz laange WörterHier werden i. a. Wörter notiert, die aus vier Basiswörtern bestehen oder eine Länge von  mindestens 18 Buchstaben haben.
Der bisherige Spitzenreiter in meiner Sammlung - das "Hochwasserschadensbeseitigungsprogramm" mit 38 Buchstaben - ist zum 31.10.2016 abgelöst worden vom
Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz mit 41 Buchstaben. und dem gleich darauf folgenden Verkehrswegeplanungsvereinfachungsgesetz mit 40 Buchstaben.
Auf den weiteren Plätzen folgen "Lebensmittelkennzeichnungsverordnung"
(auch mit Bindestrich schreibbar: Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung)  und (neu seit 07.10.2016) die "Tierschutznutztierhaltungsverordnung", beide mit jeweils 36 Buchstaben, letzteres auch noch  als "Sech-Wörter-Wort). Mit 34 Buchstaben gibt es das "Vaterschaftsfeststellungsverfahren". Danach folgen die "Wirtschaftsförderungsgesellschaft" und das "Rentenüberleitungsabschlussgesetz" mit 33 Buchstaben.
32 Buchstaben bieten der "Bundestagsuntersuchungsausschuss" und die "Oberbürgermeistereilentscheidung" .
Die Anzahl der Buchstaben steht i. a. in Klammern hinter dem jeweiligen Wort.

PS:
Der neue Rekord liegt seit dem 01.01.2017 beim uneinholbaren Wort aus 7 Basiswörtern und mit 51 Buchstaben:
Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung.

Monster-SpracheDiese "monströsen" Wortzusammenstellungen werden in einer separaten Seite  gesammelt und kommentiert. Dabei werden "Sprach-Monster" (einzelne "Wortgruppen-Monster" und ganze "Monster-Sätze") gesammelt.
"Monster" ist laut Wikipedia ein "abnormales Objekt".
(siehe auch MONSTER-SPRACHE)

doppelt gemoppeltSie nennen sich "Pleonasmen", diese Wörter oder Wortgruppen, in denen zwei gleiche Bedeutungen zusammengeführt werden. Mein Liebling ist übrigens der "Quantensprung" (Die Begründung gibt es in der WORTSAMMLUNG unter Q: Quanten).
Eine Art Gegenstück hierzu bildet das folgende Thema:

Paradoxien Paradoxe Formulierungen haben es in sich. Es kann sein, dass sich das Gehirn daran abarbeitet, "rund läuft" (also immer wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt, an dem es dann fragend und nicht verstehend von vorn beginnt), denn in ihnen ist ein sogenannter "Widerspruch in sich" nicht lösbar. Sie sind ein Denktraining par excellence (also "in höchster Vollendung").
(siehe auch PARADOXIEN)

Wörter rund um einen Basisbegriff

Diese Wörter haben jeweils eine Extra-Seite bekommen. Auf der Startseite der WORTSAMMLUNG VON A BIS Z gibt es die aktuelle Übersicht mit Link auf die entsprechende Seiten.

Wortsammlungen zu einem Oberbegriff

Gesetze (Verordnungen usw.)Nur ein einziges Beispiel nenne ich hier, das "Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz", das es inzwischen zum Rekordhalter bei den "gaanz laangen Wörtern" (s. o.) geschafft hat.
Titel, Ämter, Berufe
Es gibt ein "höchstes Amt im Staate", in Deutschland ist es das Amt des Bundespräsidenten. Früher hieß das "Reichspräsident", der führte dann ein "Präsidialregime". Je höher das Amt und der Titel, desto höher die Ehre für den Amtsinhaber bzw. Titelträger. Das führt zu mitunter kuriosen Bezeichnungen - und natürlich zu einem ständigen Karrieredruck und zu Beförderungsträumen.
Erinnert sei auch an Schillers "Wilhelm Tell", in dem der Freiheitskämpfer Wilhelm Tell sich weigert, den "Gesslerhut" zu grüßen, dessen (so die Wikipedia) "einzig sinnfälliger Zweck die öffentliche Erzwingung untertänigen Verhaltens ist." Wieso fällt mir dieser Hut jetzt nur ein?
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Anmerkung A1:
Ähnliche Überlegungen gab und gibt es bei anderen "Schubkästen",
ob ich "xxx-deutsch" oder "xxx-sprech" schreibe
.

"Xxx-deutsch" steht für Worte und Sprache, die so oder so Teil unserer Sprachkultur ist, ob mir das im einzelnen gefällt oder nicht. 
Bei "xxx-sprech" sind solche Varianten gemeint, die als Teil der Sprachpflege vorrangig überwunden werden müssen, die also eher im Alltag für Sprachschlamperei und Sprachvergewaltigung stehen.
Zwar ist z.B.  die "amts-deutsche" oder "markt-deutsche" Sprache auch oft schwer zu ertragen, doch dürfte es wesentlich langwieriger und komplizierter sein, sich hiervon zu trennen, da deren materielle Basis - das Beamtentum und die Marktwirtschaft - als Quelle einer solchen Sprachgewohnheit zuvor versiegen müsste.
Demgegenüber sind die "xxx-sprech"-Varianten Teil der Alltagssprache und können von Menschen individuell vermieden werden.
Die Grenze zwischen den beiden Gruppen "deutsch" und "sprech" sind natürlich fließend.
Mit dem 16.11.2017 habe ich geändert:
"dumm-deutsch" zu "dumm-sprech" und "ekel-deutsch" zu "ekel-sprech".