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SPRACHLIEBE - MIT LUST UND LIEBE SPRECHEN

SPRACHGENUSS - WORTE, DIE GUT TUN


Als ich vor Jahren eine Freundin fragte, was sie denkt und empfindet, wenn sie das Wort "Harmonie" hört, meinte sie:
"Wenn ich das Wort nur höre, geht es mir gleich besser. Ein schönes Wort."

Damals begann ich darüber nachzudenken, welche anderen Worte es auch geben mag, die "gut tun"[A1].

Hier beginne ich nun eine Sammlung von solchen Worten. Ich hoffe, dass diese guten und besten Wörter hier "gut aufgehoben" sind.

Wenn ich zu einem Wort einen passenden Satz (Aphorismus, Sentenz, sonstiges Zitat) gefunden habe, wird er hier ebenfalls notiert. Eine klassische Sprichwortsammmlung wird es nicht werden, auch wenn ich das eine oder andere Sprichwort mit einbeziehen werde.

Manchmal schreibe ich eigene Gedanken zu einem Wort auf.

PS: Lieblingswörter
Ein "Spezialfall" der "guten Worte", der "Worte, die gut tun", sind die "Lieblingswörter".
Wenn Sie Lust haben, mir Ihr Lieblingswort bzw. Ihre Lieblingswörter zu schicken, mache ich auch eine Sammlung von Lieblingswörtern auf (mit oder ohne Namensnennung - wie es Ihnen gefällt).

  Assoziationen, Zitate  
Aufmerksamkeit,
Achtsamkeit
Sorgfalt, Anteilnahme

 
Aufrichtigkeit Das Wort ist ziemlich aus der Mode gekommen. Ein Mensch, der "aufrichtig ist", kann sich irren, Fehler machen.
Meist spricht man von einem "aufrichtigen Freund"  im Gegensatz zu den heuchlerischen Freunden. Am nächsten kommt das Wort der "Wahrhaftigkeit."
 
Anständigkeit Sich anständig zu benehmen ist mehr, als nur sich nach Gesetzen zu richten. Die das gelernt haben, empfinden ein Tabu, sich anderen gegenüber "unanständig" zu verhalten. Das ist keine Schwäche, das ist Teil menschlicher Freiheit. Unanständiges Benehmen ist dumm, oberflächlich, gedankenlos, feige. Es beschämt denjenigen, der "keinen Anstand" hat.
Siehe auch Loyalität, Redlichkeit 

 
Barmherzigkeit siehe unten: Gnade und Barmherzigkeit

 
Behaglichkeit

 
Behutsamkeit

 
Biophilie Die mit "Liebe zum Leben" bzw. "Liebe zu Lebendigem" übersetzbare "Biophilie" geht auf Erich Fromm zurück. Ich habe dieses Wort hier mit  aufgenommen, obwohl es nicht zum "normalen" Sprachschatz der meisten gehört,  vermutlich kaum bekannt ist.
Doch ich möchte es bekannt machen, weil ich glaube, dass es "gut tut", über die "Liebe zum Leben" nachzudenken, zu reden, sie auch praktisch zu leben. Jeder Gärtner und Tierhalter weiß, was ich meine.
Dabei muss man nicht Veganer werden, um das Leben zu lieben. Der Tod ist Teil des Lebens, Ende des Lebens. Leben ohne Tod ist nicht denkbar.
Zuerst sollte sie sich vielleicht auch auf die Menschen selbst richten: dafür zu sorgen, dass niemand  mehr gewaltsam durch Menschenhand stirbt, dass niemand mehr ein gewaltgeprägtes Leben führen muss, ist schon ein großer Schritt in die Richtung, Leben zu schätzen und zu schützen.
Wenn dann noch eine "artgerechte Tierhaltung" dazu kommt, sind wir schon auf einem sehr, sehr guten Weg zur "biophilen Lebensweise".

 
Dankbarkeit Nicht die Forderung nach Dankbarkeit bzw. die Verpflichtung zur Dankbarkeit ist hier gemeint, sondern das Gefühl, das man empfindet, wenn man für etwas bzw. jemandem "aus tiefstem Herzen dankbar" ist. Das ist gleichzeitig ein Gefühl der Freude, der Zufriedenheit, ein glückliches Gefühl.

 
Ermutigung, ermutigen Ermutigung und ermutigen - das meint "Mut machen" und etwas tun gegen Mutlosigkeit, Verzweiflung und Angst. Diese Worte sind eng verwandt mit "Trost" und "trösten".

 
Freiheit   Freiheit heißt zuerst und vor allem, die Möglichkeit zu haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 
Freude, Lebensfreude Freude schöner Götterfunken (Schiller)
Geteilte Freude ist doppelte Freude ...

 
Freundlichkeit

 
Frieden

 
Fröhlichkeit Fröhlichkeit kann man nicht befehlen. Jedoch sagt man ihr nach, dass sie ansteckend sei.
Worte allein können keine Fröhlichkeit auslösen, aber sie können das Leben etwas erträglicher machen.

 
Geborgenheit

 
Geduld

 
Gelassenheit Eigentlich ist sie eine Tugend, doch viel stärker noch kann sie als Lebenshilfe wirken - die berühmte "heitere Gelassenheit" in allen Lebenslagen muss sicher erst einmal geübt werden.
"Die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die nicht in meiner Macht liegen"   ist einer der Wünsche eines Gebetes, in dem auch um Kraft und Weisheit gebeten wird.

Vorsicht: Mancher nennt seine Gemütslage "Gelassenheit", aber es ist nur seine Faulheit und Bequemlichkeit - und das sind in meinen Augen keine "guten Worte".

ausführlicher siehe unten "Weisheit"

 
gemeinsam, Gemeinsamkeit siehe auch miteinander, Miteinander

 
Gerechtigkeit Gerechtigkeit wird es erst geben, wenn die, die heute noch aus der Ungerechtigkeit einen Vorteil ziehen, sich selbst gegen diese Ungerechtigkeit stellen.
Ist das auch ein "guter" Gedanke?

 
Glück Vorstellungen von dem, was Glück ist, gibt es sicher fast so viele wie es Menschen gibt. Trotzdem sind wohl alle Menschen lieber glücklich als traurig. Glück ist kein Geschenk von außen. Der Weg zum echten Glück ist oft schwierig, anstrengend, riskant, langwierig. Viele scheuen ihn. Leider.
Übrigens ist der Glaube, ein Lottogewinn könne glücklich machen, eher ein Irrtum.

 
Gnade und  Barmherzigkeit Gnade vor Recht ergehen lassen;
barmherzig - ein Herz, dass sich erbarmt. Der Barmherzigkeit wurde im Gleichnis vom "barmherzigen Samariter" (Bibel, Neues Testament, von Jesus erzählt) ein Bild gegeben.

 
(das) Gute,  Güte Alles Gute, was geschieht, setzt das nächste in Bewegung.
(J. W. v. Goethe)

Güte in den Worten erzeugt Vertrauen.
Güte beim Denken erzeugt Tiefe.
Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.
(Laotse) 

 
Harmonie Die Gegensätze fügen sich zur Harmonie. (Heraklit)

 
Heiterkeit Heitere Worte tun gut – Menschen  müssen einfach lächeln, wenn sie etwas lustiges oder komisches hören. Aber Heiterkeit ist umfassender als nur Witze machen und lachen.
Heiterkeit ist eine besondere, angenehme "Wetterlage der Seele" - so wie der heitere Himmel - sie ist eine Grundeinstellung zum Leben.

 
Herzlichkeit, herzlich Die "herzlichen Grüße" am Ende eines Briefes sind oft gedankenlos dahin geschrieben. Es täte gut, das Wort "herzlich" wieder bewusster zu denken und zu schreiben.

 
Hoffnung "Es hofft der Mensch, so lang er lebt."
Auch wenn geunkt wird: "Hoffen und Harren hält manchen zum Narren" - ich bin fest überzeugt, dass in jedem Menschen ein "Hoffnungs-Grundtrieb" lebt (der Mensch - das zur Hoffnung fähige "Tier"), selbst im hoffnunslosesten Augenblick. Hoffnung ist eine Triebkraft,  die ermöglicht, auch dann weiter zu machen, wenn alles ausweglos und sinnlos erscheint.
Dem Martin Luther wird dieser Spruch nachgesagt, er soll aber gar nicht von ihm sein:
"Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen."

Ein anderer Spruch von ihm lässt die Gleichsetzung von Hoffnung und Glaube zu:
"Niemand lasse den Glauben daran fahren,
dass Gott an ihm eine große Tat will."

 
Lachen, lächeln Gib ein Lächeln weiter und du bekommst es vielfach zurück.
Heute glauben viele, dass das Lachen den Narren verrät, und unterdrücken den Lachreiz. Das hat die Welt trauriger und ernster gemacht, als sie eigentlich ist.

Lachen kann subversiv, anti-autoritär, manchmal sogar gefährlich sein. Viele Vorgesetzte haben Angst, ausgelacht zu werden. Die Grenze zwischen gutmütig- spöttischem und hämischem Lachen ist oft nicht erkennbar. Die Gegenworte zum Lachen sind also nicht nur "Traurigkeit" und "Ernst", sondern  auch "Angst".

Auf der anderen Seite gibt es auch das "befreiende Lachen" - wenn ein Missverständnis sich aufklärt, wenn eine gefährlich erscheinende Situation sich doch als harmlos erweist, wenn "alles noch mal gut ausgegangen ist".

 
Leben, lebensdienlich Das Wort "lebensdienlich" hat es mir angetan. Wenn man das Tun der Menschen unter diesem Aspekt betrachtet, was für die Menschen, das Leben auf der Erde insgesamt "lebensdienlich" ist und was nicht, wächst die Erkenntnis vielleicht schneller, dass unser Tun und Lassen  dringend grundsätzlich geändert werden muss.

 
Liebe "Der Mensch der Zukunft wird ein Liebender sein oder es wird keinen Menschen mehr geben."  (Christine Kessler  - frei nach dem Ausspruch des Theologen Karl Rahner: "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein oder es wird keinen Christen mehr geben.")
Amo ergo sum - Ich liebe, also bin ich
(auch von Ch. Kessler - frei nach Descartes: Cogito, ergo sum - Ich denke, also bin ich)

 
Loyalität Sie ist eine ganz besondere Form der Beziehung zu anderen Menschen. Eigentlich ist sie Voraussetzung, den sogenannten "Kantschen Imperativ" (Volksmund: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!") zu erfüllen. Auch Egoisten können loyal sein. Das meint, dass auch sie eine Grenze akzeptieren, über die hinaus sie ihre Interessen nicht mehr durchsetzen - wenn das auf Kosten anderer gehen würde. Loyalität ist also - mit anderen Worten - die Respektierung der Interessen anderer.
Loyalität wird oft im Zusammenhang mit "Treue" gesehen. Doch Treue ist wohl eine "höhere Stufe" der Beziehung.
Auch Loyalität (z. B. gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Staat) hat ihre Grenzen, wenn man dadurch gezwungen wäre, gegen Menschenrechte, Gesetze, religiöse oder weltanschauliche Grundüberzeugungen und vor allem gegen die Wahrheit zu verstoßen.

 
miteinander, Miteinander siehe auch gemeinsam, Gemeinsamkeit


 
Muße, Müßiggang Müßiggang ist aller Laster Anfang? Wer hat denn diesen Quatsch erfunden? Zeit haben, etwas zu tun, wozu man nicht notwendigerweise gezwungen ist, sondern wozu man Lust hat, woran man Freude empfindet - ist das nicht der Traum vieler Menschen, ist das nicht Teil der Vorstellungen von Glück?
Muße hat absolut nichts mit Faulheit zu tun!

Siehe auch die  SIEBEN-TAGE-WOCHE (in DIE BESTEN GEDANKEN » WELTKULTUR) - die Erfindung eines arbeitsfreien Tages, eines "Tages der Muße".

 
Nachsicht

 
Nestwärme

 
Redlichkeit Redlichkeit gehört zur Anständigkeit (s. o.). Mag manch einer die redlichen Menschen für naiv halten und sich über sie lustig machen. Er wird schon wissen, wie es in ihm selbst dabei aussieht.
Redlichkeit wird dann zur Charakterprobe, wenn man dabei auch mal gegen die eigenen Interessen verstoßen muss. Es sind also ganz starke Menschen, die redlich handeln.

 
Sanftmut, Sanftheit

 
Sinnlichkeit Manche mögen Angst vor diesem Wort haben, hat doch die bei uns dominante Religion der Sinnlichkeit den Kampf angesagt, das Wort einengend vorwiegend auf sexuelle Vergnügungen angewandt und diese für "unmoralisch" erklärt.
Sinnlichkeit, sinnliche Vergnügen auf allen Ebenen sind jedoch das Beste, was uns Menschen gegeben ist. In diesem Sinne: Ein Hoch auf die Sinnlichkeit! Alle unsere Sinne vergnüglich genießen zu können - das ist eine Kunst, die auch erlernt und verfeinert werden kann.
(siehe auch den Wikipedia-Artikel über Sinnlichkeit »externer Link« und einen wunderbaren, vor allem für Jugendliche gedachten Artikel auf der wikihow.com "Sinnlich sein")

 
Sorgfalt (auch Achtsamkeit) Die Fähigkeit, sorgfältig mit sich selbst, mit der Umwelt, mit (kostbaren) Gegenständen und vor allem mit anderen Menschen umgehen zu können, sollte eine der wichtigsten Voraussetzungen für bestimmte Berufe wie Lehrer oder Politiker sein.
Aufgepasst, manchmal ist sie schwer von Pedaterie zu unterscheiden.

 
Trost, trösten siehe oben: Ermutigung, ermutigen

 
Vertrauen,  vertrauensselig Es wurde offenbar früher als eine Form der Seligkeit angesehen, vertrauen zu können, vertrauen zu dürfen. Heute hat dieses Wort "vertrauensselig" eher einen negativ-abwertenden Unterton.  Doch die Fähigkeit, vertrauen zu können, ist nicht naiv. Wer trotz bitterer Erfahrungen vertrauen kann,  ist ein starker Mensch. Er lässt sich nicht vom Misstrauen unterkriegen und besiegen. Auch Selbstvertrauen gehört dazu.
Vertrauen ist die Basis für das Zusammenleben der Menschen. Es kommt nicht von allein, kann nicht gefordert werden. Es muss Zeit haben, wachsen zu können. Vertrauen und Optimismus gehören zusammen.
"Vertrauen wagen" war z. B. das Motto der regionalen Kirchentage der evangelischen Kirche im Jahr 1983 in der DDR.

 
Wahrhaftigkeit siehe oben: Aufrichtigkeit

 
Weisheit Das ganze Gebet (s. o. "Gelassenheit"), wie ich es gehört habe, geht so:
Gott, der du so groß und so weise bist,
wenn ich dich um drei Wünsche bitten darf, so bitte ich dich
um die Kraft (den Mut), Dinge, die in meiner Macht liegen, zu ändern (zu tun),
um die Gelassenheit, Dinge, die ich nicht ändern kann, zu ertragen
und drittens bitte ich dich um die Weisheit, beides unterscheiden zu können.

 
Wertschätzung Man kann auch fragen: "Welchem Gott will ich dienen?". Das ist die gleiche Frage wie die nach dem, was mir "lieb und teuer", was mir wichtig ist.
Welche Werte schätze ich hoch? Welchem Menschen bringe ich meine Wertschätzung entgegen und warum?
Was ist in meinen Augen "wertvoll"? Ein Auto, Reichtum und Macht - oder gute Beziehungen, genussvolles und erfülltes Leben, Fröhlichkeit und Entfaltungsmöglichkeiten?
Man kann nicht zwei Herren dienen, nicht zwei Götter anbeten.
Gerade das, was einen Preis hat, ist für das eigentlich Wertvolle im Leben nicht so wichtig. Die wirklich wertvollen Dinge  lassen sich "nicht für alles Geld der Welt kaufen", auch die Liebe, Zuneigung und Wertschätzung durch andere Menschen kann ich mir wirklich kaufen.
Ich denke dabei auch an den Prinzen im Märchen vom Schneewittchen: die Zwerge wollen ihm den Sarg nicht verkaufen, aber sie schenken ihn dem Prinzen.

 
Wissensdurst Der Durst auf Wissen, die Sehnsucht, immer mehr wissen zu wollen, ist "schuld" an der Entwicklung der Menschheit. Diese uns treibende Kraft scheint mindestens so stark zu sein wie die beiden anderen Basis-Triebkräfte der Menschheit: Hunger und Liebe (F. Schiller).
Im Thema "FREUDE AM ERKENNEN" nenne ich das Wissen den "besten Reichtum".

 
Wohlgefallen,  Wohlgefühl Wer möchte sich nicht "wohlfühlen" in seiner Haut. Sich "unwohl" fühlen hat viele Ursachen: Krankheit, Stress, Unsicherheit z. B. bei einer Prüfung, auch wenn man vor Gericht steht oder Streit mit anderen hat. Wie schnell möchte man dem entfliehen. Sich wohlfühlen zu können, ist eine Sache, die nicht einfach von selbst kommt. Dafür muss zuerst Frieden zwischen den Menschen herrschen. (Ich will jetzt keine Liste erstellen, was noch alles getan werden kann und muss, damit Menschen sich wohl fühlen können.)
"Und den Menschen ein Wohlgefallen" - diese Zeile aus der Bibel, dem Neuen Testament, aus der Erzählung der Weihnachtsgeschichte um Jesu Geburt findet sich in Lukas 2, 14, da sprachen die Engel: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". [A2]
"Wohlgefallen" grenze die Bedeutung von "Wohlfühlen / Wohlgefühl" etwas ein. Es bedeutet "ein zufriedenes Gefühl, das durch Freude an jemandem oder etwas ausgelöst wird" (siehe Wiktionary Wohlgefallen externer link).
Eine hübsche Nuance zu dem Wort bildet die Formulierung, "sich in Wohlgefallen auflösen". Als ziemlich anschauliches Beispiel nennt das Wiktionary (zu "sich in Wohlgefallen auflösen" externer link):
"Der Streit hat sich schnell in Wohlgefallen aufgelöst."
Als Synonyme können Hochstimmung, Wohlbehagen und Wohlsein gelten, auf die ich nicht extra eingehen möchte.
"Entzücken" bzw. "Entzückung" ist schon wieder eine höhere Stufe des Wohlgefühls.

 
Zartheit

 
Zärtlichkeiten kuscheln, schmusen, streicheln, liebkosen, küssen, anlehnen, geborgen fühlen, einander spüren,  ...

 
Zauber,  bezaubern,  verzaubern Das Wort "Zauber" ist hier gemeint im Sinne von "besonders berührend": eine Landschaft z. B. oder ein Kunstwerk können "bezaubern" oder "verzaubern".

Mich hat dieses kleine Gedicht von Josef von Eichendorff "Wünschelrute" besondes "bezaubert":
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

 
Zukunft "Zukunft" ist nicht automatisch ein "gutes Wort". Manche haben schreckliche Angst vor der Zukunft.
Ich denke, es liegt an uns selbst (jedem Einzelnen für sein eigenes Leben und uns allen gemeinsam für die Zukunft der Menschheit), dafür zu sorgen, dass das Wort "Zukunft" ein wunderschönes, gutes, mit Freude und Erwartung ausgesprochenes Wort wird.
 
 
Anmerkung A1
Die Kehrseite ist, dass andere Worte diese Fähigkeit nicht haben, bzw. dass es Worte gibt, die ausgesprochen krank manchen können. Letztere werde ich nicht sammeln, logisch. Wer diese Worte benötigt, wer sie und warum verwendet, das ist ein anderes Kapitel.

 
Anmerkung A2
So kannte ich diese Formulierung seit Kindertagen. Als ich sie nun noch einmal lesen wollte, erschrak ich doch sehr. Wer hatte nur daraus gemacht: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens." - ? Es ist die korrekte Übersetzung.
Mir gefällt die erste - wenn auch inzwischen als Übersetzungsfehler Luthers "korrigierte" - Version besser:
Ich hatte diese Stelle immer so verstanden, dass die Geburt von Jesus allen Menschen ein Wohlgefallen ist. Nun steht da, dass Gott nur den Menschen Frieden bringt, an denen er sein Wohlgefallen hat.
Die Fragen bleiben:
Was unterscheidet "Wohlgefallen" von "Glück" und "Zufriedenheit"?
Woran haben die meisten Menschen "ein Wohlgefallen"?
Was muss von wem getan werden, damit das Wohlgefallen der Menschen wächst?
Ich bin für die Erhöhung und die Verbreitung eines "allgemeinen Wohlgefallens" der Menschen untereinander.


 
Seitenversion: erg. 15.07.2017
URL: www.brunhild-krueger.de/spr/spr6-sprachgenuss/spr6_guteworte.html

 
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