www.brunhild-krueger.de -  Startseite  » DIE BESTEN GEDANKEN (DBG)  » WELTKULTUR  » DIE SIEBEN-TAGE-WOCHE
banner-bk

EINE WELTKULTUR ENTSTEHT AUS DEN BESTEN GEDANKEN DER WELT

DIE SIEBEN-TAGE-WOCHE

Sie ist- vielleicht das Beste, was sich Menschen je ausgedacht haben.
Ja, ich weiß, dass die Sieben-Tage-Woche in der Bibel als von Gott den Menschen gegeben dargestellt wird. Wer nicht an Gott glaubt, wird sagen: Menschen haben sich das ausgedacht.
Man kann es auch so sagen: Gott hat den Menschen die Idee eingegeben, aber einer, irgendein Mensch hat sie zuerst ausgesprochen und die anderen aufgefordert, nach diesem Rhythmus zu leben.
Ich hoffe, Christen, Juden und Moslems können diese Version akzeptieren.
Denn wenn ich etwas bestimmt nicht möchte, dann ist es das, die religiösen Gefühle von Menschen zu verletzen. Man muss heute sehr vorsichtig sein, es gibt viele sensible Themen.

Egal, ob von Menschen oder von Gott "gemacht", ich denke:
Die Sieben-Tage-Woche ist das Beste, was je erfunden bzw. geschaffen wurde.

Fakt ist, dass es auch außerhalb des jüdisch-christlich-islamischen Kulturraumes und teilweise schon lange vor der Schöpfungswoche, wie das Alten Testament der Bibel sie erwähnt, Kulturen gab, die sich eine kürzere als die Mond-Monate-Einteilung der Zeit geschaffen hatten. Jedoch erscheint im Vergleich dazu die Sieben-Tage-Woche als ein Optimum an Zeiteinteilung.
Mir ist nicht bekannt, ob die anderen Wochen-Einteilungen Feiertage bzw. Tage der Arbeitsruhe einschlossen.
Denn das eigentlich Besondere der Sieben-Tage-Woche ist aus meiner Sicht, dass sie mit einem arbeitsfreien Tag verbunden ist.

Mit anderen Worten:
Die Erfindung eines regelmäßig wiederkehrenden arbeitsfreien Tages innerhalb eines kürzeren Zeitraumes ist die besonders hervorzuhebende Kulturtat.

Auch Atheisten genießen diese Erfindung und sie hat sich wohl auch kulturübergreifend weltweit durchgesetzt.

 

Die Konsequenzen

Diese Idee, einen regelmäßigen arbeitsfreien Tag (die Betonung liegt auf "regelmäßig"!) zu ermöglichen, hat mehrere Konsequenzen:
- Dem Einerlei des Lebens, das nur nach Jahreszeiten strukturiert war, wurde eine überschaubare Struktur gegeben.
- Man muss sich das wirklich einmal bildlich vorstellen: härteste, lange Arbeit war  Voraussetzung des Überlebens. Die Tage waren nur im Jahreswechsel unterschieden, ansonsten gab es keinerlei Struktur, ein Tag lief wie der andere ab.
- Und dann sagt eine Religion: du hast nach sechs Tagen Mühe Dir einen Tag verdient, an dem du nicht schuften musst, der gehört der Gemeinschaft, dem Gesang, dem Gespräch, den guten Worten, der Erholung. Mehr noch, es gab an diesem Tag ein strenges Arbeitsverbot!
- In all der täglichen Arbeit, Mühe und Not gab es nun immer etwas, worauf man sich freuen konnte. Allein das wäre ein Grund, sich der Religion anzuschließen, die dieses Angebot  machte.

Diese totale Änderung des Lebensrhythmus war ein qualitativ so herausragender Schritt in der Menschheitsgeschichte, dass es erstaunlich ist, dass er heute so wenig in seiner Bedeutung gewürdigt wird.

Das zugehörige Zitat aus der Bibel (1 Mose 2, 2 - 3): 2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
 
 

  Rhythmus,  Veränderung,  Entwicklung,  Optimierung

Hinter dieser psychologischen Bedeutung für den einzelnen Menschen gibt es noch einen philosophisch interessanten, allgemeineren Aspekt:
Dieser Wechsel von Kontinuität (der 6-Tage-Arbeitswoche) und Rhythmus (der siebente Tag weicht von der Kontinuität ab) haben auch zur Folge, dass eine Entwicklung möglich ist. Das bisher ununterscheidbare Kontinuum wird gestückelt in "viele kleine Kontinuen", die vergleichbar werden. Der Mußetag gibt die Zeit, nachzudenken, ob die Woche gut gelaufen ist, was man hätte besser machen können, usw. Ohne diese Unterbrechungen würde das Vergleichen schwieriger. Mit Beginn der neuen Woche kann man sich vornehmen: das und das mache ich jetzt anders. Man experimentiert, probiert, variiert, vergleicht, verändert. Selbst wenn es nur kleine Veränderungen im Tagesablauf sind,  er wird optimiert.

Ähnliche Effekte haben auch andere Rhythmen: der Schüler geht mit neuem Mut und neuen Vorsätzen ins neue Schuljahr, das alte ist zu Ende, ist definitiv Vergangenheit.
Vorsätze fürs neue Jahr sind ähnlich motiviert: das Alte bleibt zurück, das Neue hat eine Chance, frei von den Fehlern der Vergangenheit völlig neu - besser - gestaltet zu werden.
 
 
Seitenversion: aktualisiert am 22.02.2016
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg6-weltkultur/dbg6_woche.html

 
Startseite  - Impressum  -  Sitemap  -  Neuigkeiten  -  Register + InhaltFeedback  -   Kontaktformular Seitenanfang

Bearbeitungsnotizen: