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FRIDOLIN
DIE GESCHICHTE EINES NEUEN MODELLS VON DER STRUKTUR DER MATERIE -
INTERESSE WECKEN FÜR MEIN MODELL

PROF. GÜNTER EWALD UND DAS JENSEITS


Die freundliche Antwort von Prof. Jürgen Moltmann vom 14. Oktober 1998 hatte mir Mut und Hoffnung gemacht. So wartete ich ungeduldig auf die Antwort von Prof. Ewald, der mir bereits am 29. Oktober 1998 antwortete.
Hier gebe ich den Brief in voller Länge wieder:


Sehr geehrte Frau Krüger,

Herr Kollege Moltmann hat mich gebeten, an seiner Stelle auf Ihren Brief und die beigefügten Gedanken zu antworten. Zwar komme ich gegenwärtig nicht dazu, im einzelnen etwas zu Ihrem Beitrag zu sagen, möchte aber meiner Freude darüber Ausdruck geben, daß sich in der Lutherstadt jemand mit Grenzfragen von Naturwissenschaft und Theologie beschäftigt. Herr Gensichen (den ich kenne) ist ja mit den ethischen Fragen befaßt, was auch sehr nötig ist.

Leider ist die Grundlagendiskussion auf einen sehr kleinen Kreis beschränkt.
Dennoch ist in den letzten Jahren die Diskussion wieder stärker in Gang gekommen. So möchte ich Ihnen empfehlen, zunächst einmal Anschluß an die entsprechende Literatur zu suchen. Beispielsweise würde ich Ihnen die Broschüre „Physik - Religion - New Age“ des Frankfurter Naturphilosophen H. D. Mutschler empfehlen (Echter Verlag). Ich habe selbst etwa 50 Bücher durchgearbeitet, als ich meinen Beitrag „Die Physik und das Jenseits“ schrieb (Pattloch Verlag 1998; dort ist diese Literatur auch aufgeführt). Insbesondere könnten Sie die Weiterentwicklung der Quantenphysik beachten und daraufhin Ihre symbolischen Überlegungen zu Proton-Elektron oder Energie usw. noch einmal überdenken.

Indem ich Sie ermuntere, Ihr Interesse beizubehalten und zu vertiefen, grüße ich Sie freundlich
(gez. Günter Ewald)

Nach diesem Brief "sah ich rot":
Er verlangte von mir, mein Modell an die Quantenphysik anzupassen?
Hatte er nicht verstanden, dass ich mit meinem Modell gar nicht die Absicht hatte, mich in dem bisherigen Denk-Rahmen der vorhandenen Theorien zu bewegen?

Es war doch genau anderherum - mit Hilfe des Modells ergeben sich neue Möglichkeiten, bisherige physikalische Erkenntnisse völlig neu zu interpretieren.

Mein Hauptgedanke war schließlich die Suche und Begründung einer anderen Interpretation der Schrödingergleichung (Kopenhagener Deutung), indem ich statt der "Wahrscheinlichkeitsverteilung des Elektrons" eine "Dichteverteilung der Energie des Elektrons" als Basis annahm.
Es ging mir also eher um die Möglichkeit, vorhandene mathematische Formeln physikalisch anders zu interpretieren als bisher.

Doch das hatte ich so genau in dem Brief an Prof. Moltmann nicht geschrieben, denn der war ja für einen Theologen gedacht. Ihm hatte ich nur die Gedanken, bei denen ich auf Verständnis aus theologischer bzw. philosophischer Sicht hoffen konnte, mitgeteilt.

Nachdem ich dann Prof. Ewalds Buch gelesen hatte (nicht aus Interesse, sondern auf der Suche nach einem Fehler oder einer Unkorrektheit), wandte ich mich im Mai 1999 noch einmal an ihn.
Mein Brief war nicht sehr freundlich und so auch seine zwei Antworten nicht.
Die Details aus seinem Buch, auf die ich mich bezog, waren ein Gedankenexperiment zur Illustration der Einsteinschen speziellen Relativitätstheorie mit Hilfe mehrerer Raumstationen und einer zwischen ihnen unter ganz spezifischen Bedingungen hindurchfliegenden Rakete.
In seiner Beschreibung glaubte ich, einen Denkfehler gefunden zu haben. Als ich ihm diese Vermutung mitteilte, schickte er mir kurz hintereinander zwei Antworten ...
... In der zweiten Antwort war dann dieser Satz, der mich damals heftig verblüffte:
          "Hoffentlich habe ich Sie nun endgültig davon abgehalten,
           die Relativitätstheorie Einsteins widerlegen zu wollen!"

Ich kann versichern, dass das nie und nimmer meine Absicht gewesen war.
Nie wäre ich zum damaligen Zeitpunkt auf die Idee gekommen, das das möglich sei.
Dass Prof. Ewald das aus meinen rein geometrischen Überlegungen zu seiner Skizze herausgelesen hatte, konnte ich nicht glauben.
(Es würde zu weit führen, diese drei Texte an dieser Stelle vorzustellen. Das werde ich voraussichtlich in einem anderen Zusammenhang an anderer Stelle noch tun.)


Nach-Gedanken im Jahr 2022
Prof. Ewald (1929 - 2015) hat sich als Naturwissenschaftler und Mathematiker weit vorgewagt auf ein Gebiet, das bis heute aus wissenschaftlicher Sicht meist in die "Esoterik" geschoben wird, etwas anrüchig ist. Es könnte die Reputation als Wissenschaftler kosten, wenn man sich mit solchen Fragen beschäftigt.

Im Jahr 1998, als ich Kontakt mit ihm hatte, war gerade sein Buch
            "Die Physik und das Jenseits"

erschienen.
Ehe ich von Prof. Ewald und seinem Buch durch Prof. Jürgen Moltmann erfuhr, hatte ich schon einen Blick in ein anderes Buch mit einem ähnlichen Titel geworfen:
            Frank Tipler "Die Physik der Unsterblichkeit".
Diese Buchtitel fand ich damals ein wenig seltsam.

Nach unserem Kontakt und nach dem o. g. Buch schrieb er noch mehrere Bücher, die sich aus wissenschaftlicher Sicht (!) mit so genannten "Nahtodeserfahrungen" befassten.

Heute, mit Blick auf seine Arbeiten nach unserem Kontakt von vor fast 25 Jahren, muss ich zugeben, dass ich seine Gedanken doch interessant und nachdenkenswert finde.
Denn ihm ging es ja in erster Linie darum, zwischen Naturwissenschaft und Spiritualität (Religion) zu vermitteln.

Mit seinen Gedanken knüpfte er auch an Max Planck an (siehe dazu Max Planck - Zitate (1) - "Wissenschaft und Glaube - Naturwissenschaft und Religion")

Wer sich für die Gedanken und Arbeiten von Prof. Ewald interessiert, kann dazu einiges auf seiner Website finden. Der Verein Netzwerk Nahtoderfahrung hat sie nach dem Tod von Prof. Ewald auf seiner Website weiter veröffentlicht:
www.netzwerk-nahtoderfahrung.org/Ewald/index.htm.


Seitenversion:  neu 22.02.2022
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