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FRIDOLIN
DIE GESCHICHTE EINES NEUEN MODELLS VON DER STRUKTUR DER MATERIE -
INTERESSE WECKEN FÜR MEIN MODELL

FRAUEN IN NATURWISSENSCHAFT UND TECHNIK - FINUT

Ende des Jahres 2001 hörte ich zum ersten Mal von einem
              Kongress "Frauen in Naturwissenschaft und Technik"
(abgekürzt "FiNuT"), der damals in Wien stattfand. Im Jahr 2002 war dann Kassel und im Jahr 2003 Berlin der Veranstaltungsort.

Berlin war nah genug, dass ich trotz meiner damaligen Familiensituation teilnehmen konnte.
Es war eine äußerst interessante und wichtige Veranstaltung, die mir Einblick in die Kämpfe westdeutscher Wissenschaftlerinnen um Anerkennung und Gleichberechtigung gab.

Die Themen, die Probleme, die die Frauen dort ansprachen, waren ziemlich neu und ausgesprochen fremd für mich. Wieso hatten Wissenschaftlerinnen in der alten BRD solche Probleme? Die kannte ich nicht aus DDR-Zeiten.

Der Kongress stand unter dem Motto
                                  »Standard : Abweichung«
und thematisierte, dass Frauen in dieser Gesellschaft die »Abweichung von der Norm Mann« sind und andererseits Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen die »Abweichung von der Norm Frau«.

Dieser mir völlig fremde Blickwinkel überraschte mich sehr. 
Bisher hatte ich weder eine "Norm Mann" noch eine "Norm  Frau" in der Gesellschaft wahrgenommen. Es gab Rollenbilder, Witze über Unterschiede zwischen den Geschlechtern, unterschiedliche Vorlieben und Gewohnheiten usw. Aber "Normen" für Männer bzw. für Frauen? Ich konnte mich nicht wirklich an "Normen" - also verbindliche Vorgaben für das (unterschiedliche) Verhalten von Männern und Frauen in der DDR erinnern, zumindest nicht in der öffentlichen Darstellung.

Einerseits faszinierte mich, wie die Frauen sich engagierten und so kämpferisch für ihre Anerkennung als Frauen in Wissenschaft und Technik eintraten, andererseits war es für mich außerordentlich mühsam, mich in ihre Gedankenwelt hinein zu denken.


Auf dem Kongress erfuhr ich auch von den jährlichen Physikerinnentagungen.
Eine Teilnehmerin, Annabella, erwähnte in ihrem Vortrag, dass sie auf einer dieser Physikerinnentagungen "die innere Inkonsistenz (also Widersprüchlichkeit) der Relativitätstheorien nachgewiesen" habe.
Die inhaltlichen Details will ich hier nicht wiedergeben, es war für mich nur erstaunlich, dass diese Frage weder auf dem FiNuT-Kongress noch auf der Physikerinnentagung irgendjemanden (irgendeine Frau) interessiert hätte.

Ihre Bemerkung machte mich hellhörig, hatte ich doch Prof. Ewalds nicht vergessen, der  mir unterstellte, "Einsteins Relativitätstheorie widerlegen" zu wollen.

Da Annabella (den vollen Namen lasse ich hier weg) eigentlich früher ein Mann gewesen war, macht die Sache noch spannender, könnte doch diese Tatsache als Beispiel dafür dienen, dass das wissenschaftliche Interesse von Männern und Frauen an den verschiedenen physikalischen Themen bzw. Theorien unterschiedlich ausgeprägt ist.

(Siehe auch die Seite FEMINISTISCHE WISSENSCHAFTSKRITIK
in GRUNDFRAGEN DER PHYSIK UND DER WISSENSCHAFT » WISSENSCHAFTSKRITIK)


Natürlich - das merkte ich schnell - war dieser Kongress nicht der Ort und nicht die Zeit, mit irgendendjemandem über meinen "FRIDOLIN" zu reden.

Die Anregungen aus diesem Treffen haben in meiner weiteren Arbeit an meinem Modell durchaus eine Rolle gespielt.
Eine davon war z. B., dass ich mich entschloss, mich im Herbst des Jahres 2003 zur Physikerinnentagung in Augsburg anzumelden und dass ich versuchte, dort mein Modell zur Diskussion zu stellen.

Die Erfahrungen, die ich dabei machte, beschreibe ich auf der nächsten Seite:
DIE PHYSIKERINNENTAGUNGEN, 2003 UND 2007.


Seitenversion:  neu 22.02.2022
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