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MENSCHENBILDER


Der Mensch ist das Maß aller Dinge ...
(nach Protagoras)

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und er schuf sie als Mann und Weib.
1 Mose 1,27

In dieser Sammlung von Menschenbildern soll es nicht nur um
    - DAS BÖSE IM MENSCHEN - EIN VERZERRTES ABBILD
und das
    - FEINDBILD MENSCH
gehen.
        Zwar stehen diese beiden Themen - das Böse und das Feindbild - in engstem
        Zusammenhang (wer ein Feindbild braucht, muss diesen Feind als "böse" darstellen),
        trotzdem habe ich mich entschieden, diese beiden Sichtweisen separat zu behandeln.

Auch das
    - CHRISTLICHE MENSCHENBILD
hat bereits eine eigene Seite erhalten.
Diesen drei Sichtweisen auf den Menschen stelle ich
    - DAS GUTE IM MENSCHEN, DER GÜTIGE MENSCH
gegenüber.


Hier auf dieser Seite gibt es ein paar erste Notizen zu weiteren Menschenbildern:
- Senecas Bild eines glücklichen Menschen
- Atomisierte Sicht auf Menschen (30.06.2016)

Zitat von Ludwig Anselm Feuerbach: „Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.“
Spezifische Frauen- und Männerbilder werden in diesem Untertheme übrigens NICHT dargestellt. Diese spielen in der Rubrik MÄNNER + FRAUEN eine Rolle.
Hier geht es um geschlechtsübergreifende Menschenbilder im Sinne des im Banner zitierten Bibelspruchs: Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und er schuf sie als Mann und Frau.
(1. MOSE, 1,31  - Diese Version der Schaffung des Menschen als von Anfang an zusammengehöriges Paar von Mann und Frau gefällt mir besser als die zweite, bekanntere Darstellung über die Schaffung Adams aus Erde (Lehm, Ton) als "Mensch" und die spätere Schaffung einer "Gefährtin des Menschen" - siehe 1. MOSE, 2,18-25.)


Senecas Bild eines glücklichen Menschen

Wenn du einen Menschen siehst, nicht zu schrecken von Gefahren, unberührt von Begierden, im Unglück glücklich, mitten in stürmischen Zeiten gelassen, von höherer Warte die Menschen sehend, von gleicher Ebene die Götter, wird dich nicht die Ehrfurcht vor ihm ankommen?
(aus "Epistulae Morales ad Lucillius", gefunden in der Wikipedia  am 19.07.2016 - siehe de.wikipedia.org/wiki/Epistulae_morales »externer Link« )

Bei den "Epistuale Morales" handelt es sich um 124 Briefe an einen wohl fiktiven Lucillius. Die Wikipedia schreibt u. a. (Hervorhebung im  Zitat von mir - B.K.):
"Das Leitthema Senecas ist die Erziehung zum glücklichen Menschen. Die Briefe bilden eine lebensnahe Anleitung dafür, auf dem Wege zur Weisheit fortzuschreiten (proficientes). Wirklich weise (sapientes) sind nach Seneca nur wenige gewesen, er selbst zählt sich nicht dazu."


Atomisierte Sicht auf Menschen

Menschen als reine Beweismittel?
Ein Beispiel finde ich in der MZ vom 13.06.2016, S. 2. In dem Artikel geht es um Zeugen und Opfer von Straftaten, die sich vor der Rache fürchten. Wer da Rache üben will, muss sich der Leser übrigens selbst denken.
Die Sprecherin der "Mobilen Opferhilfe" weist auf den Umgang der Zeugen im Gericht hin, die MZ zitiert sie (Hervorhebung im Text von mir - B.K.):
"Man darf sie nicht als reine Beweismittel sehen, sondern als das, was sie sind, Menschen, die Schreckliches erlebt haben."So etwas sagt jemand nur, wenn er erlebt hat, dass Menschen im Gericht nur als "Beweismittel" gelten. Sonst käme man gar nicht darauf, so etwas zu verneinen.

Die "Atomisierung der Gesellschaft" ist ein geläufiges Bild für die zunehmende Isolierung und Vereinsamung der Menschen.
Der "atomisierte Mensch", das Individuum "als solches", gern auch "der Mensch an sich", der "abstrakte Mensch" (das abstrakte Menschenbild), die Verherrlichung des Egoisten ist heute weit verbreitet.
Kaum bekannt ist, dass "Individuum" und "Atom" das gleiche bezeichnen: das "Unteilbare", einmal aus dem Lateinischen kommend, einmal aus dem Griechischen. Diese "Atomisierung" und Vereinzelung des Menschen entspricht nicht seiner Natur, tut ihm nicht gut.
Diesem Trend möchte ich gelegentlich das Bild vom  Menschen als "ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse" (K. Marx) entgegen stellen - der Mensch als Gemeinschaftswesen, als "egoistischer Altruist", als "altruistischer Egoist".


Seitenversion: erg. 31.12.2019
URL:   www.brunhild-krueger.de/men/men1-menschenbilder/men10_menschenbilder.html

Bearbeitungsnotiz:

Zum 31.12.2019  diese Seite textlich bearbeitet und die Unter-Seite "DAS GUTE IM MENSCHEN, DER GÜTIGE MENSCH" begonnen

stillschweigend ergänzt zum 08.06.2017 Anmerkung zu Bettina Stangneth
erg. 01.01.2017 - Pestalozzi - zum 31.12.2019 übernommen in "DAS BÖSE IM MENSCHEN"
erg. 07.10.2016 - Unterseite christliches Menschenbild erstellt, Kopftext geändert, "in Arbeit"-Schild entfernt,
akt. 15.08.2016 - Unterseiten das Böse im Menschen und Feindbilder angelegt, dafür den Text auf dieser Seite gekürzt
erg. 20.07.2016 - Seneca, Feuerbach und weitere Zitate im Kopfteil
erg. 17.07.2016, E.s Menschenbild, Sammlung von Begriffen rund um Feindbilder
erste Notizen 30.06.2016
neu 31.05.2016 "in Arbeit"

AKTTEXT
- Pater Kentenich und sein Menschenbild
Weitere Menschenbilder: der glückliche Mensch, das Marxsche Menschenbild, das Bild vom Menschen als androgynem Wesen, der "Weltbürger"
auch eine extra  Seite über das Individuum,
siehe auch Bettina Stangneth und das "böse Denken" -
z. B. Artikel im Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/kultur/bettina-stangneth-boeses-denken-selberdenken-ist-auch-bei-den-selbstoptimierern-gefragt/13686542-2.html
darin ein Kommentar:
Thomas Hobbes beschrieb die conditio humana so: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. B. de Spinoza setzte entgegen: Der Mensch ist dem Menschen ein Gott. Natürlich nur, wenn er will und sich bemüht. Auf einer Affektenskala beschrieb Spinoza, wie man von dumpfen, voreingenommenen Empfindungen bis hin zum klaren ethischen Denken aufsteigen kann. In der Bosheit verharren müssen, das kann auch eine faule Ausrede für die sein, die sich nicht um Klarheit und Humanität bemühen und geistig träge sind.
(die Diskrepanz zwischen Logik und Moral wird in einem anderen Disk-Beitrag thematisiert)

Kommentar: dass der Mensch dem Menschen ein Mensch sei, gegen Unmenschlichkeit, Menschenverachtung, Erniedrigung des Menschen durch den Menschen

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