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MENSCHENBILDER


Der Mensch ist das Maß aller Dinge ...
(nach Protagoras)

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde,
zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und er schuf sie als Mann und Weib.
1 Mose 1,27

In dieser Sammlung von Menschenbildern soll es nicht nur um
- DAS BÖSE IM MENSCHEN
und das
- FEINDBILD MENSCH
gehen. Auch das
- CHRISTLICHE MENSCHENBILD
hat bereits eine separate Seite erhalten.
Hier auf dieser Seite gibt es noch ein paar erste Notizen zu weiteren Menschenbildern:
- Pestalozzi-Zitat "Der Mensch ist gut ..."
- Senecas Bild eines glücklichen Menschen
- Atomisierte Sicht auf Menschen (30.06.2016)

Weitere Menschenbilder werden folgen.

Zitat von Ludwig Anselm Feuerbach:
„Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.“


 

Pestalozzi-Zitat "Der Mensch ist gut ..."

       Der Mensch ist gut
       Und will das Gute,
       Wenn er böse ist,
       So hat man ihm sicher
       Den Weg verrammelt,
       Auf dem er
       Gut sein wollte.
(Die genaue Quelle ist mir unbekannt, ich habe dieses Menschenbild gefunden in einer Sekundärquelle - in einem Abreißkalender auf dem Blatt vom 11. April 1978 . Eine kurze Information über Pestalozzi gibt es hier: Pestalozzi, in REGISTER » NAMENSLISTE P)

 
 

Senecas Bild eines glücklichen Menschen

Wenn du einen Menschen siehst, nicht zu schrecken von Gefahren, unberührt von Begierden, im Unglück glücklich, mitten in stürmischen Zeiten gelassen, von höherer Warte die Menschen sehend, von gleicher Ebene die Götter, wird dich nicht die Ehrfurcht vor ihm ankommen?
(aus "Epistulae Morales ad Lucillius", gefunden in der Wikipedia  am 19.07.2016 - siehe de.wikipedia.org/wiki/Epistulae_morales externer link )

Bei den "Epistuale Morales" handelt es sich um 124 Briefe an einen wohl fiktiven Lucillius. Die Wikipedia schreibt u. a. (Hervorhebung im  Zitat von mir - B.K.):
"Das Leitthema Senecas ist die Erziehung zum glücklichen Menschen. Die Briefe bilden eine lebensnahe Anleitung dafür, auf dem Wege zur Weisheit fortzuschreiten (proficientes). Wirklich weise (sapientes) sind nach Seneca nur wenige gewesen, er selbst zählt sich nicht dazu."

 
 

Atomisierte Sicht auf Menschen

Menschen als reine Beweismittel?
Ein Beispiel finde ich in der MZ vom 13.06.2016, S. 2. In dem Artikel geht es um Zeugen und Opfer von Straftaten, die sich vor der Rache fürchten. Wer da Rache üben will, muss sich der Leser übrigens selbst denken.
Die Sprecherin der "Mobilen Opferhilfe" weist auf den Umgang der Zeugen im Gericht hin, die MZ zitiert sie (Hervorhebung im Text von mir - B.K.):
"Man darf sie nicht als reine Beweismittel sehen, sondern als das, was sie sind, Menschen, die Schreckliches erlebt haben."

So etwas sagt jemand nur, wenn er erlebt hat, dass Menschen im Gericht nur als "Beweismittel" gelten. Sonst kommt man gar nicht darauf, etwas zu verneinen.
 
 
Seitenversion: erg.  01.01.2017
URL:   www.brunhild-krueger.de/men/men1-menschenbilder/men10_menschenbilder.html

 
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Bearbeitungsnotiz:
Weitere Menschenbilder: der glückliche Mensch, der atomisierte Mensch (Unterschied zur "atomisierten Sicht" auf Menschen), der "Weltbürger"
siehe Bettina Stangneth und das "böse Denken" -
z. B. Artikel im Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/kultur/bettina-stangneth-boeses-denken-selberdenken-ist-auch-bei-den-selbstoptimierern-gefragt/13686542-2.html
darin ein Kommentar:
Thomas Hobbes beschrieb die conditio humana so: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. B. de Spinoza setzte entgegen: Der Mensch ist dem Menschen ein Gott. Natürlich nur, wenn er will und sich bemüht. Auf einer Affektenskala beschrieb Spinoza, wie man von dumpfen, voreingenommenen Empfindungen bis hin zum klaren ethischen Denken aufsteigen kann. In der Bosheit verharren müssen, das kann auch eine faule Ausrede für die sein, die sich nicht um Klarheit und Humanität bemühen und geistig träge sind.
(die Diskrepanz zwischen Logik und Moral wird in einem anderen Disk-Beitrag thematisiert)

Kommentar: dass der Mensch dem Menschen ein Mensch sei, gegen Unmenschlichkeit, Menschenverachtung, Erniedrigung des Menschen durch den Menschen