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ICH BIN, DER* ICH SEIN WERDE - ICH WERDE, DER ICH BIN


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*  Mit "DER"   in der Überschrift meine ich selbstverständlich "der Mensch" - in allen seinen geschlechtlichen Ausprägungen.

Die Überschrift zu dieser Seite ist an die Bibel angeleht (aus der Bibel geklaut),  aus der Geschichte, in der Gott dem Moses in einem brennenden Dornbusch erscheint und auf die Frage, wer er sei, antwortet:
"Ich bin, der ich bin." bzw. "Ich werde sein, der ich sein werde."
So kannte ich die Übersetzung der Antworten Gottes bisher. Vor Jahren war ich auf die Idee gekommen (das hatte etwas mit Bertolt Brecht zu tun, die Erläuterung kommt noch), dass diese beiden Formulierungen zusammen geführt werden könnten zu "Ich bin, der ich sein werde."
Als ich einen Pfarrer fragte, ob man das auch so übersetzen könnte, wehrte er entschieden ab.

Nun freut es mich zu sehen, dass der Wikipedia-Eintrag "Brennender Dornbusch" (Stand 24.05.2016) genau diese eine Übersetzung und keine der beiden anderen nennt.


Und nun zu Bertolt Brecht. Dessen Kunstfigur "Keuner"  hat sich einmal sinngemäß so geäußert: Wenn ich einen Menschen so nehme, wie er ist, mache ich ihn schlechter als er ist.
Ich muss ihn so sehen, wie er sein könnte, was aus ihm werden kann.

Mit anderen Worten: man muss bei jedem Menschen - und zuerst natürlich bei sich selbst - das Potential sehen, das in dem jeweiligen Menschen steckt:
Welche Fähigkeiten und Talente schlummern in ihm? Woran empfindet er Freude, was will er lernen, machen, werden?
Niemand ist "fertig" ein für allemal.

Das kann mal leider in der Praxis oft beobachten, dass Menschen nach Erreichen eines bestimmten Ausbildungs- und Entwicklungsstandes stagnieren oder gar zurückfallen in ihren Fähigkeiten. Da machen sich irgendwann Faulheit und Bequemlichkeit, Routine und fehlende neue Zielstellungen breit.
...

Irgendwann hatte ich mir Gedanken über das Altwerden gemacht: Wie wird mein Leben mit 70 oder 80 Jahren aussehen? Wie will ich, dass mein Leben dann aussieht?
Was also muss ich tun, um meinen Handlungsspielraum so zu beeinflussen, dass ich dann auch das Leben führen kann, das ich leben möchte?
Anders gesagt: spätestens mit 50 Jahren  empfiehlt es sich, seine bisherigen Orientierungen zu prüfen und ggf. zu ändern.
Dafür muss man schon seinen "inneren Schweinehund" ganz gehörig auf Trab bringen.
Denn wenn es "zu spät" ist, dann nützt kein "hätte ich nur damals ....".


   Notizen am 24.07.2016 Natürlich gehören in dieses Thema auch Fragen der Moral, des Gewissens, der Werte.

Es gibt egoistische und altruistische Wertesysteme. Gern werden egoistische Werte und Motive als  "Unwerte" bezeichnet.
Ein Beispiel für die Bezeichnung von Werten als "Unwerte" habe ich gefunden im Wikipedia-Beitrag für "Vater Goriot", dem Roman von H. Balzac:
"Der Erzähler ist zunächst vordergründig ein Übermittler einer als wahr proklamierten Geschichte, in der grenzenlose, ad absurdum geführte Vaterliebe letztendlich in einer auf moralische Unwerte wie Egoismus, Skrupellosigkeit, Eitelkeit und natürlich Geldgier gegründeten Gesellschaft in den Ruin führen muss. Für diejenigen, die diese Qualitäten besitzen, scheint der soziale Aufstieg gesichert."
Natürlich sind "Unwerte" auch Werte - im Sinne von Handlungsmaximen, von Vorgaben für das eigene Handeln: Die im Zitat genannten Werte bzw. Unwerte scheinen bis heute ihren Sinn, ihren über Jahrhunderte erprobten Nutzen nicht verloren zu haben.  Wer möchte z. B. angesichts des Basisprinzips unserer Gesellschaft  - der Geldgier - behaupten, das sei ein "Unwert"?

Der Mensch ist von Natur aus ...
Siehe in HEITERKEIT + LEBENSFREUDE (in HEITERE ZUKUNFT ) diesen Text:
Der Mensch ist von Natur aus heiter, fröhlich, unbekümmert, gelassen, albern, lustig, witzig, spielerisch, neugierig, kreativ, komisch, freundlich, zutraulich, offen, geduldig, zärtlich, harmoniebedürftig, ...
Wer es nicht glaubt, sehe sich die Babys an.

Jesus - ECCE HOMO - seht, welch ein Mensch
Der 100. Katholikentag 2016 in Leipzig
(Das folgende Zitat habe ich der Website
www.katholikentag.de/meldungen_2016/dienstag/015_motto_des_kt.html externer link
am 26.05.2016 entnommen, Hervorhebungen im Text sind von mir - B.K.):


"Das Leitwort des 100. Deutschen Katholikentags "Seht, da ist der Mensch" ist dem biblischen Evangelium des Johannes über das Leiden und Sterben des Jesus von Nazareth entnommen (Joh 19, 1-5). Es geht auf einen Ausspruch von Pontius Pilatus zurück, als er auf den gefolterten und zum Tode verurteilten Jesus zeigt. In der lateinischen Bibelfassung lautet das Zitat "Ecce homo". In der Lutherbibel wird die Aussage des Pilatus mit "Sehet, welch ein Mensch" übersetzt.

Die Veranstalter wollen mit dem Leitwort dafür werben, den Menschen und die Menschenwürde in den Mittelpunkt allen politischen, kirchlichen und persönlichen Handels zu stellen. "Unsere Herausforderung heute heißt: Wie kommen wir zu einer nachhaltigen Lebenskultur , die den Menschen auf dieser Welt gerecht wird und die auch kommende Generationen im Blick hat?“, erklären sie. Die damit zusammenhängenden Fragen der modernen Biologie und Medizin, Wirtschaft und globalen Entwicklung beträfen Gläubige wie Konfessionslose in gleicher Weise."

















Kaum ein Mensch hat wohl so sehr zum Nachdenken über das, was wir "Mensch-Sein" nennen, angeregt wie Jesus.
Ein Beispiel dafür aus eigenem Erleben kann ich gern  erwähnen:
Einmal habe ich in einer Veranstaltung hier in Wittenberg auf das Buch von Franz Alt  "Jesus, der erste neue Mensch" verwiesen und angemerkt, dass ich mir mehr Männer wünsche, die wie Jesus denken und handeln, also nicht so egoistisch, gewalttätig und rücksichtslos sind wie viele Männer heutzutage. Damit handelte ich mir heftige Kritik einiger anwesender Männer ein. Offenbar hatten sie sich persönlich angegriffen gefühlt. So etwas ist bei obiger Losung des Kirchentages nicht zu befürchten, da bleibt alles  unverfänglich im allgemein-abstrakten Menschenbild stecken, niemand muss sich persönlich angesprochen fühlen.
 

Seitenversion:
erg. 24.07.2016, neu 31.05.2016, "in Arbeit"
URL:   www.brunhild-krueger.de/men/men3-ichbin/men30_ichbin.html

 
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