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DIE BESTEN GEDANKEN AUS VISIONEN - ÜBER DIE ZUKUNFT DER WELT

HOFFNUNG MENSCH - EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH

Ein Buch von Michael Schmidt-Salomon


Es war eine "reingezappte" Fernsehsendung,  nach nur fünf Minuten war sie zu Ende - und sie hatte mich so elektrisiert, dass ich suchte, bis ich den Termin für die Wiederholung gefunden hatte. Die ließ ich mir nicht entgehen. Ich war begeistert: da sprach endlich einmal jemand aus einem optimistischen Blickwinkel von Zukunft, da waren die Menschen nicht "böse" oder "Sünder" oder "Verdammte", da drohte kein Weltuntergang oder eine globale Diktatur, keine Außerirdischen wollten die Erde erobern:

Da sprach jemand über das Potential der Menschheit und zeigte an der Menschheitsgeschichte auf, wozu wir Menschen im Guten, Positiven fähig waren und sind.
In diesem Vortrag vor der Arbeiterkammer in Feldkirch*, gehalten am 12. Mai 2014[A1] , stellte er sein Buch vor:

Michael Schmidt-Salomon
Hoffnung Mensch - Eine bessere Welt ist möglich
Piper Verlag 2014,
368 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05608-3
€ 19,99 [D], € 20,60 [A], sFr 28,90
E-Book: € 15,99
ab 2015:
Taschenbuch-Ausgabe (2015): € 10,99 E-Book: € 8,99
(Die aktuellsten Informationen zum Buch gibt es auf
www.hoffnung-mensch.de/p/buch.html externer link.)


* Feldkirch ist ein spannender Ort in Vorarlberg/Österreich: Es gab dort im 16. Jh. eine Humanistenschule und es ist es der Geburtsort von JOACHIM GEORG RHETICUS.

  Den Inhalt dieses fast 400 Seiten umfassenden Buches kann ich hier nicht wiedergeben.
Deshalb empfehle ich,  sich 45 Minuten Zeit zu nehmen und sich die Kurzversion des Videos vom oben genannten Vortrag in Feldkirch (Link am Ende der Seite in der Anmerkung [A1]) anzusehen. Dort sind die wesentlichsten Gedanken des Buches zusammengefasst.

Hier will ich nur ein paar ausgewählte Gedanken aus dem Buch vorstellen:

Im Vorwort protestiert Schmidt-Salomon - sehr wohltuend - gegen  den heute weit verbreiteten Zynismus, der sich z. B. in Formulierungen wie "Menschheit als Irrläufer der Evolution"  oder "Krebsgeschwür Menschheit" zeigt. Und er meint, dieser Zynismus könne in eine Art selbsterfüllende Prophezeiung führen, zu einer "vorauseilenden Resignation." Statt  zynisch den Glauben an die Menschheit zu opfern und die Vernunft für Bankrott zu erklären, sollten wir uns auf die besten Eigenschaften besinnen, die die Menschheit in ihrer Geschichte bereits hervorgebracht hat:   Deshalb
(S. 8) „... handelt dieses [Buch] von der heilenden Wirkung menschlicher Klugheit, von der Güte, dem Einfühlungsvermögen, der Kreativität, durch die sich unsere oft verkannte Spezies eben auch auszeichnet. Denn so seltsam es auch klingen mag: Von seiner Veranlagung her ist der Mensch das mitfühlendste, klügste, fantasiebegabteste, humorvollste Tier auf dem gesamten Planeten.
Titelbild M. Schmidt-Salomon - Hoffnung Mensch
Quelle der Abb.: www.hoffnung-mensch.de, Originalabb.
leicht bearbeitet
von mir - B. K.
 

  Er meint, die Menschheit habe sich bisher nur zu niedrige Ziele gesetzt, und er gibt Michelangelo recht, der gesagt hat:
(S. 8) „Die größte Gefahr für die meisten von uns ist nicht, dass wir hohe Ziele anstreben und sie verfehlen, sondern dass wir uns zu niedrige setzen und sie erreichen.“
 
  Ausführlich zeigt er die Geschichte des Humanismus auf und schildert die Idee des "evolutionären Humanismus", die auf Julien Huxley, den ersten Generalsekretär der UNESCO, zurückgeht. Dessen Kernaussage ist - hier nur stark verkürzt wiedergegeben - die empirische Tatsache der Entwicklungsfähigkeit des Menschen.
In ihrer "kulturellen Evolution" steht die Menschheit heute eigentlich noch ganz am Anfang (im Vergleich zu ihrem gigantischen, noch gar nicht in vollem Umfang erkennbaren Entwicklungspotential).
Diese kulturelle Evolution beruht "auf der sozialen Weitergabe von Lernerfahrung."

Es lohnt sich, einen Blick auf die geschichtlichen Fortschritte der Menschheit zu werfen. Schon ein einfacher Vergleich der Bedingungen vor 100 Jahren und heute machen einen riesigen Fortschritt sichtbar: nicht nur die technischen Bedingungen vor 100 Jahren und heute, sondern vor allem die damals gültigen Rechts- und Moral-Auffassungen (Beispiel: die damalige Kriegsbegeisterung), die medizinischen Bedingungen heute im Vergleich zu damals und besonders die Entfaltung von Freiheit und Demokratie zeigen, in welchem Tempo inzwischen Fortschritte erreicht werden. Man muss kein Prophet sein, wenn man dieses Potential auf die Zukunft überträgt und der Entfaltung dieser Möglichkeiten erwartungsvoll und voller Optimismus entgegensieht.

Den vorwiegend christlich geprägten Begriff der "Nächstenliebe" (Empathie) greift er auf, verlangt aber, dass deren Grenzen erweitert werden müssen: von der eigenen Ethnie bzw. Nation bzw. Religion auf die ganze Menschheit.  Das setzt natürlich auch die Überwindung des "Freund-Feind" - Denkschemas voraus.
So schreibt er z. B.
(S. 237)
Wie Militärstrategen immer wieder festestellen mussten, ist es kein leichtes Unterfangen, das menschliche Empathievermögen gänzlich auszuschalten.
 
  Mit anderen (meinen) Worten:
Empathie, die Fähigkeit zu Mitgefühl und Mitleid mit anderen (Menschen wie Tieren) ist uns angeboren (hat sich also in der Evolution als Vorteil erwiesen) und so stark, dass sie zu einer der grundlegendsten Eigenschaften eines Menschen gerechnet werden muss.
Wenn man es genau betrachtet, sind Menschen ohne Empathie-Vermögen bedauernswerte Kreaturen, emotional Behinderte.

Michael Schmidt-Salomon ist nicht naiv-optimistisch. Er sieht natürlich auch die Probleme, deren Lösung für die Menschheit lebenswichtig sind. Er sieht auch, dass wir bei vielen dieser Probleme noch ganz am Anfang einer Lösung stehen oder noch gar nicht wissen, wie wir sie lösen können.

Doch er glaubt auch, dass Menschen rationalen, vernüftigen Argumenten gegenüber aufgeschlossen, also lernfähig sind. Er glaubt, dass ein Umdenken stattfinden wird  und sich der "positive Zivilisationstrend fortsetzen" wird.
Wir werden "eine neue, globale ethische Sichtweise entwickeln".

Michael Schmidt-Salomon, ein sehr humorvoller, heiterer Mensch, versteht es, seine Gedanken so zu formulieren, dass sie nicht nur anschaulich werden und einleuchten, sondern gelegentlich durchaus "komisch" sind. "Komisch" wirken Gedanken z. B. auch, wenn sie völlig neu sind und gegenüber bisherigen, üblichen Vorstellungen einen anderen Blickwinkel einnehmen.

Den folgenden Gedanken halte ich für einen außerordentlich interessanten, wichtigen und "guten Gedanken", weshalb ich ihn an dieser Stelle unbedingt noch erwähnen möchte. Vielleicht hat Michael Schmidt-Salomon diesen Gedanken auch als erster gedacht? Zumindest ist er logisch und sehr nachdenkenswert.

So  meint er angesichts der Gefahren, die der Erde durch z. B. Meteoriteneinschläge drohen, dass die Menschheit als "Retter der Artenvielfalt" in Erscheinung treten könne:
(S. 308)
"Betrachtet man die Evolution nämlich aus einer kosmologischen Perspektive ..., so lässt sich die Menschheit durchaus als eine Art »Immunabwehr« beschreiben, die vom »Organismus« Erde ausgebildet wurde, um sich gegen tödliche Bedrohung aus dem All zu schützen.
...
Nur solche Planeten können auf längere Sicht höhere Lebensformen beheimaten, die Spezies mit der Fähigkeit hervorbringen, Meteoriteneinschläge oder ähnliche katastrophale Ereignisse abzuwehren.
Bei allen anderen Planeten wird der evolutionäre Prozess immer wieder von Neuem beginnen müssen."
 
  Wenn das keine Herausforderung für die Menschheit ist, was dann?


Zum Autor Michael Schmidt-Salomon ...

... noch ein paar Anmerkungen:
(siehe auch www.schmidt-salomon.de externer link)

Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass er als Pressesprecher der "Giordano-Bruno-Stiftung" aktiv ist. Dabei vertritt er einen - ich möchte es einmal so nennen - naiven (und daher  etwas rabiaten) Atheismus.
Er "weiß", dass es "keinen Gott" gibt, er "weiß", dass "die Evolution nicht zielgerichtet" ist. Das sind jedoch (heute noch) genauso Glaubensfragen wie die gegenteiligen Aussagen.
Mitunter verwischen sich in seinen Meinungsäußerungen leider die Grenzen zwischen Kirchenkritik (Geschichte des Christentums und seinen  oft verheerenden Folgen für "Andersdenkende") und inhaltlicher Religionskritik bis hin zum Spott über Glaubensinhalte.

Doch ist das im Zusammenhang mit seinem Einsatz für die Idee des (evolutionären) Humanismus und für eine Aufwertung der atheistischen Weltanschauung in der öffentlichen und rechtlichen Wahrnehmung erst einmal zweitrangig. Denn die "Säkularisierung" der Welt, das Loslösen von alten, naiven (und daher etwas rabiat vertretenen) Gottbildern, Religions-Dogmen und kirchlichen Vorgaben ist Teil des Emanzipationsprozesses der Menschheit.

Inwieweit es gelingt, aus den verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Bildern eine "Welt-Religion" bzw. "Welt-Anschauung" werden zu lassen, die alle bisherigen Vorstellungen als "Einheit in Vielfalt" zusammenführt, wird die Zukunft zeigen. Erste Gedanken hierzu haben ich begonnen, im Thema "SPIRITUALITÄT" zusammenzustellen. Auch das Buch "DIE GOTTESFORMEL", das ich ebenfalls auf dieser Website vorstelle, befasst sich mit diesen Fragen: Darin werden z. B. die "vier Aspekte Gottes" betrachtet, einer davon ist der "Nichts-Aspekt Gottes", der sich im Atheismus spiegelt.

Die Anerkennung des Atheismus als eine den Religionen gleichgestellte "Glaubensrichtung" sollte  in einem modernen Land wie Deutschland selbstverständlich sein. Man geht davon aus, dass ca. ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland keiner Religion angehört (das sind  natürlich nicht alles  Atheisten[A2] ).
Deren Position zu stärken, ihnen zuzugestehen, dass sie ebenfalls Werte vertreten und ethisch handeln können (nicht nur religiös motivierte Menschen haben Werte und eine Ethik![A3] ), dafür setzt sich Schmidt-Salomon sehr engagiert ein. Das verdient höchste Anerkennung.

Hier ist nicht der Ort, meine gegenüber seinen Auffassungen z. T. anderen Vorstellungen darzustellen. Das  ist für das Thema HUMANISMUS (zur Zeit in Arbeit)  vorgesehen.

Denn an dieser Stelle möchte ich - wie schon oben - noch einmal anmerken, wie froh und dankbar ich für dieses Buch, für diese zuversichtliche, optimistische, gute Sicht auf uns Menschen bin. Dieses Buch macht wirklich Hoffnung, dass wir es schaffen können, uns eine gute Zukunft selbst zu gestalten - allen noch bestehenden Widrigkeiten zum Trotz.
 
 
 Anmerkung A1
Den Vortrag (ich hatte ihn schließlich am 08.12.2014 auf ARD-alpha gesehen) gibt es im Netz in einer 45-minütigen Kurzversion und in einer 1:41-stündigen Langversion. Auch kann man den Vortrag (Kurzversion) als MP4-Datei herunterladen:
- Kurzversion und Download-Link: www.tele-akademie.de/begleit/video_ta141130.php externer link
- Langversion: www.youtube.com/watch?v=s2Kqzob7Cww externer link

Anmerkung A2
Nicht alle Menschen, die keiner Glaubensgemeinschaft angehören, sind automatisch Atheisten. Da gibt es noch Pantheisten, Agnostiker u. v. a. Richtungen. Und es gibt die Gruppe der dem Glauben gleichgültig gegenüberstehenden Mitmenschen - die sind allerdings sowohl innerhalb als auch außerhalb von Religionsgemeinschaften anzutreffen und ich fürchte, die machen die eigentliche (dumpf-gedankenlose) Mehrheit der Bevölkerung aus.

Anmerkung A3
Siehe dazu auch den Artikel über den DALAI LAMA (in PHILOSOPHIE + ETHIK) und seine Botschaft "Ethik ist wichtiger als Religion".  

 
Seitenversion: überarbeitet am 22.02.2016
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg3-visionen/dbg3_hoffnung_mensch.html

 
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