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DIE BESTEN GEDANKEN AUS VISIONEN - ÜBER DIE ZUKUNFT DER WELT

PAPST FRANZISKUS
SEIN AUFRUF ZUR RETTUNG DER WELT


Im Juni 2015 ist sie öffentlich gemacht worden, die Enzyklika des Papstes zu Umweltfragen, und sie hat bei mir und offenbar bei vielen Menschen auf der Welt Freude, Jubel und Begeisterung ausgelöst.

Ich liebe diesen Papst. Ein solches Bekenntnis wäre mir noch vor ein paar Jahren - zu Benedikts Zeiten - als völlig absurd erschienen.
Natürlich erwarte ich nicht von ihm, dass er alle nicht mehr zeitgemäßen Forderungen und Dogmen des Katholizismus (Zölibat, Frauenordination, Jungfrauengeburt Marias u. ä.) auf einmal über den Haufen wirft. Das kann man von niemandem erwarten.

Was mich an ihm fasziniert, ist, was er an für einen Papst völlig neuen Vorstellungen äußert.  Er hat erkannt, was gegenwärtig die wichtigsten Aufgaben für die Menschheit insgesamt sind.

Seine Enzyklika ist ein ethischer Anspruch an die Menschheit, mit der Schöpfung (und wer es lieber atheistisch hat: mit der Erde, der Umwelt und mit uns Menschen selbst) verantwortungs-bewusster umzugehen. Diese Forderung ist religionsübergreifend und könnte zur Basis eines - wie es der Dalai Lama ("Ethik ist wichtiger als Religion") auch benennt - umfassenden "Ethik für alle" werden.
Bei den folgenden Notizen stütze ich mich auf verschiedene Websites, Nachrichten usw. und beziehe Informationen aus der Wikipedia über "Laudato si'" (Stand 15.08.2015) mit ein:

  Die Enzyklika "Laudato si’" („Gelobt seist du“) wurde im Juni 2015 zeitgleich in acht Sprachen veröffentlicht und nennt sich auch
„Über die Sorge für das gemeinsame Haus“.

Der Schwerpunkt dieses umfangreichen Dokuments liegt auf dem Umwelt- und Klimaschutz, darüber hinaus werden soziale Ungerechtigkeit und die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen thematisiert.
Gewertet wird die Enzyklika in den Medien vielfach als „Aufruf zu einem weltweiten Umdenken“ und als „Wendemarke in der Kirchengeschichte“ bezeichnet.

Der Name der Enzyklika bezieht sich auf Franz von Assisis „Laudato si, mi signore, cun tucte le tue creature“ - „Gelobt seist Du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen“.

Papst Franziskus sieht in dem Namensgeber seines gewählten Papstnamen ein Symbol "schlechthin für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie".
(so in der Wikipedia zu "Laudato si'" sekundär zitiert) 
  Mit dieser Enzyklika hoffte Papst Franziskus, auch Einfluss auf die UN-Klimakonferenz zu nehmen, die vom 30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris tagte.

Er nennt die Zerstörungen auf der Erde, die auf Menschen zurückgehen, und die Schäden, die Menschen anderen Menschen zufügen, „Sünde“. Ausdrücklich werden auch die giftigen Substanzen genannt, die durch den Menschen in Luft, Wasser und Boden gelangen. Eng verknüpft sieht er die Verschlechterung der Umweltbedingungen und die Verschlechterungen im menschlichen und ethischen Bereich.

Wesentlich geht es ihm um die Frage, wie die Zerstörungen der göttlichen Schöpfung durch den Menschen nun auch überwunden werden können. Die „anthropozentrische Maßlosigkeit“ des Menschen kritisiert er ebenso scharf wie das Streben nach „Herrschaft über die Welt“. Er fordert eine „ganzheitliche Ökologie“, die alle Bereiche (Wirtschaft, Soziales, Kultur und Alltagsleben) umfasst, weist auf das „Prinzip des Gemeinwohls“ und auf eine „generationsübergreifende Gerechtigkeit“ hin.

Wirtschaftspolitische Forderungen (Details hierzu können in der Enzyklika selbst, in den Medien und in der Wikipedia nachgelesen werden) angesichts des unverantwortlichen Wachstums und unersättlichen Konsums (das Stichwort „Maßlosigkeit“ sei in diesem Zusammenhang genannt) haben Hand und Fuß - und es dürfte spannend sein, wie die Christen in Führungspositionen von Wirtschaft und Politik diese aufnehmen.

Sicher gibt es die eine oder andere Formulierung, den einen oder anderen Teilgedanken, den nicht jeder - vor allem auch nicht jeder Nichtkatholik - mitgehen kann.

Z. B. wird kritisiert, dass Aussagen zur Empfängnisverhütung fehlen.
Wie gesagt, man kann von diesem Papst nicht alles auf einmal erwarten. Er muss darauf achten, dass die Gruppen innerhalb der katholischen Kirche (die Beharrenden und die nach vorn Eilenden) sich nicht zu sehr voneinander entfernen und die Kirche dadurch nicht zerreißt.

Schlimmer sind Reaktionen von Leuten wie dem US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten und Katholiken Jeb Bush, der seine Wirtschaftspolitik nicht von „Bischöfen, Kardinälen oder dem Papst vorgeschrieben“ bekommen will. Einsicht kann man von ihm wohl nicht erwarten. Deshalb kann man nur hoffen, dass ihm keine Macht gegeben wird, diese „seine Wirtschaftspolitik“ umzusetzen.
Die alte, altbekannte Meinung, Umweltschutz könne wirtschaftliche Entwicklung gefährden und sei deshalb abzulehnen, taucht ebenfalls in Reaktion auf diese Enzyklika auf.

Das sind Denkweisen, wie sie auch früher schon gefährlich waren, z. B., wenn man nicht davon abzubringen war, dass die Erde ein Scheibe und Sklaven keine Menschen seien oder dass Frauen nicht studieren sollen. Ob wir es wohl eines Tages schaffen, dass solches altes Denken schneller überwunden wird? Zumindest hat der Papst einen Anstoß gegeben, diesen Denksauriern endlich Paroli zu bieten.

Mit seiner Autorität im Rücken können viele Parteien, Umweltverbände und Bürgerinitiativen sicher gestärkt in der Öffentlichkeit auftreten.

Auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz externer link  kann man die Enzyklika als pdf  (DBK_202.pdf) kostenlos herunterladen.
Selbstverständlich findet man sie auf der Seite des Vatikans externer link, auf der sie ebenfalls als pdf abrufbar ist.

In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass die alte Idee eines „Weltgebetstages zur Bewahrung der Schöpfung“, die auf den Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche zurückgeht, dessen Kirche einen solchen Gebetstag seit 1989 immer am 1. September feiert, von Papst Franziskus aufgegriffen wurde. Alle Katholiken (und andere Christen und Nichtchristen) sind aufgerufen, ab sofort am 1. September jeden Jahres einen solchen Weltgebetstag zu begehen.

Nun höre ich schon das Gegenargument: Mit Beten allein kann man die Welt nicht retten. Nein, das kann man sicher nicht. Doch mit solchen gemeinsamen Gebeten kann man sich geistig-emotional stark machen: Das Bewusstsein, in einer Gruppe gemeinsame Gedanken zu haben und sie umsetzen zu wollen, gibt Kraft.

Zu diesem Weltgebetstag siehe auch die Seite auf Radio Vatikan externer link (aktiv 12.12.2015).

Und noch eine Empfehlung möchte ich geben: Ebenfalls auf Radio Vatikan gibt es eine Info-Übersicht zur Enzyklika, darunter eine Folge von Einzelbeiträgen zu verschiedenen Themen wie diesen über Genügsamkeit externer link (aktiv 12.12.2015).
 
 
Seitenversion: aktualisiert am 22.02.2016
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg3-visionen/dbg3_franziskus.html

 
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