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DIE BESTEN GEDANKEN AUS GESELLSCHAFT UND ÖFFENTLICHEM LEBEN

GUTE TATEN PLANEN


Anne Frank glaubte an "das Gute im Menschen",  Palästinenser und Israelis verkündeten gemeinsam "Wir weigern uns, Feinde zu sein."   Meine Schlussfolgerung aus dem 9. September 2001 ist, dass man "dem Bösen" nur widerstehen kann, wenn man "gute Taten" plant und umsetzt. Allein das Verfolgen und Bestrafen der schlimmen Taten hat leider nie neue Verbrechen verhindert. 

 Das Prinzip "actio = reactio"-
wenn man so will, kann man in diesem "Newtonschen Prinzip" die schlimme Tat als "Aktion" und  die daraus folgende harte Strafe als "Re-Aktion"  gesehen.
Dieses Prinzip funktioniert für die Verhinderung schlimmer Taten heute nicht mehr wirklich. Vielleicht hat es nie funktioniert. Man läuft dabei den Tätern immer nur hinterher.
Man kommt dann immer wieder "zu spät"  -  mitunter wird es dadurch sogar nur immer schlimmer, wenn man an die Teufelskreise sich aufschaukelnder Rache-Feldzüge denkt. Die Blutrache ist ein solches Phänomen, aber auch "Vergeltungsschläge" in Kriegen. Ich vermute, dass viele dieser "Terrorakte" eigentlich  auch nur eine Art "Re-Aktion" auf erfahrenes eigenes Leid sind.

Einer versuchte, den Teufelskreis dieses Denkprinzips zu durchbrechen, indem er lehrte: "Wenn man dich auf die rechte Backe schlägt, so halte die linke hin." - Mit anderen Worten: Schlage nicht zurück. Re-agiere nicht. Denn das macht die Sache nur immer schlimmer. Er predigte nicht nur die Nächstenliebe, sondern auch und vor allem die Feindesliebe. Lieber ließ er sich ans Kreuz schlagen, als von diesen Prinzipien abzuweichen.

Das Prinzip "Vorbeugen ist besser als strafen" ("actio" ohne "reactio") :
Den schlimmen Taten muss vorgebeugt werden, sie müssen gar nicht erst geplant werden wollen, geschweige denn realisiert werden. Die Teufelskreise müssen durchbrochen werden.
Am besten geht das wohl, indem die Freude an guten Taten geweckt und verstärkt wird.

Hier kann ein anderes "actio-reactio"-Prinzip zur Wirkung kommen:
Gutes tun - und Freude und vielleicht auch ein Dankeschön zurück bekommen.

Man kann auch gute Taten planen und umsetzen als "Aktion"  - vielleicht lösen sie sogar eine andere Art von "Teufelskreisen", von sich aufschaukelnden Aktionen aus: indem gute Taten andere zum Mit- und Nachmachen anregen, können sie zu regelrechten "Aktions-Lawinen"  werden.

Auch wenn guten Taten noch nicht immer gedankt wird, das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, ist es wert.
Ich glaube und hoffe, dass gute Taten die Fähigkeit haben, "ansteckend zu wirken".

Es geht also um die bewusste Umsetzung guter Gedanken:
Man muss gute Gedanken denken, planen, vorbereiten und umsetzen.
Und man muss über diese guten Gedanken, Pläne und vor allem über die daraus folgenden guten Taten informieren: "gute Nachrichten", "frohe Botschaften", "Evangelien" (was nichts anderes bedeutet als "frohe Botschaften") in die Welt setzen.
Das ist es, wonach die Menschen sich sehnen!


Hier stelle ich einige Texte vor, in denen andere Menschen mit ihren Worten den gleichen Grundgedanken formulieren:
     Wenn einer alleine träumt ...
     Wenn jeder eine Blume pflanzte ...
     Lass uns eine Welt erträumen ...
     PS - Wer sagt's denn ... (Heiner Geißler)


 
Wenn einer alleine träumt ...
Wenn einer alleine träumt,
ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen,
so ist das der Beginn
einer neuen Wirklichkeit.
                      Hélder Pessôa Câmara


Wenn jeder eine  Blume pflanzte ...
Wenn jeder eine Blume pflanzte,
jeder Mensch auf dieser Welt,
und, anstatt zu schießen, tanzte
und mit einem Lächeln zahlte, statt  mit Geld –
Wenn ein jeder einen andern wärmte,
keiner mehr von seiner Stärke schwärmte,
keiner mehr den andern schlüge,
keiner sich verstrickt in Lüge,
wenn die Alten wie die Kinder würden,
sie sich teilten in den Bürden,
wenn dies Wenn sich leben ließ,
wär’s noch lang kein Paradies  -
bloß die Menschheit hätt angefangen,
die in Streit und Krieg uns beinah ist vergangen.
                    Peter Härtling


Lass uns  eine Welt erträumen ...
Lass uns eine Welt erträumen,
die den Krieg nicht kennt,
wo man Menschen aller Länder
seine Freunde nennt,
wo man alles Brot der Erde
teilt mit seinem Kind,
wo die letzten Diktatoren
Zirkusreiter sind.

Lass uns eine Welt erträumen,
wo man singt und lacht,
wo die Traurigkeit der andern
selbst uns traurig macht,
wo man, trotz der fremden Sprache
sich so gut versteht,
dass man alle schweren Wege
miteinander geht.

Lass uns eine Welt erträumen,
wo man unentwegt
Pflanzen, Tiere, Luft und Wasser
wie `nen Garten pflegt
wo man um die ganze Erde
Liebesbriefe schreibt,
und dann lass uns jetzt beginnen
dass es kein Traum bleibt.
                    Gerhard Schöne, Liedermacher


PS: Wer sagt's  denn ...
Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten.

(Heiner Geißler, deutscher Politiker, geb. 1930 - gefunden in der MZ  [Quelle MZ] vom 13.03.2012, S. 1)

Die Primärquellen der drei Textwiedergaben habe ich nicht gefunden. Ich habe sie einer Sekundärquelle entnommen:
Eine Einrichtung der evangelischen Kirche in der Lutherstadt Wittenberg für arbeitslose Frauen in den 90er Jahren nannte sich "Teestube". Vierteljährlich gab sie ein Programm heraus, einen einfachen, selbst kopierten Flyer.
Der Satz von  Hélder Pessôa Câmara   stand im Programm vom IV. Quartal 1994.
Auch in Internet findet man diesen Ausspruch häufig, z. B. in dem Wikipedia-Artikel über den Autor. Camara (1909 - 1999) war ein katholischer Priester und Bischof in Brasilien. Er hatte noch viel mehr gute Gedanken.
Das Gedicht von Peter Härtling (dt. Schriftsteller, * 1933) habe ich dem Flyer der Teestube vom I. Quartal 1995 entnommen.
Auch das Gedicht / Lied von Gerhard Schöne (dt. Liedermacher, * 1952) habe ich in einem Flyer der Teestube gefunden, dem vom II. Quartal 1995

 
 
Seitenversion: überarbeitet am 22.02.2016
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg2-gesellschaft/dbg2_gutetaten.html

 
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