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DIE BESTEN GEDANKEN AUS GESELLSCHAFT UND ÖFFENTLICHEM LEBEN

DER ABITURAUFSATZ UND SEINE FOLGEN


Anne Frank schrieb in ihr Tagebuch:
"Ich glaube an das Gute im Menschen."
Dieser Satz hat mich seit meinem Abituraufsatz nicht mehr losgelassen.
Auf dieser Seite gebe ich meine Gedanken dazu wieder.


Meinen Abituraufsatz schrieb ich im Februar 1970. Vom Thema und Inhalt ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, dass ich ihn mit diesem Satz von Anne Frank beendete.

Anne Frank, eine deutsche Jüdin,  wurde im Jahr 1929 geboren. Sie hielt sich von 1942 bis 1944 mit ihrer Familie in einem Verschlag in einer Wohnung in Amsterdam versteckt, ehe sie gefunden wurde und schließlich im März 1945 im KZ Bergen-Belsen ums Leben kam. Ihr später entdecktes Tagebuch, das sie in dieser Zeit schrieb, wurde weltberühmt und zählt heute zur Weltliteratur.

Für mich war es damals unglaublich, dass ein Mensch in so einer Situation, mit der ständigen Angst, entdeckt und ausgeliefert zu werden, einen solchen  Satz schreiben konnte:
      "Ich glaube an das Gute im Menschen."

- Die Folgen dieses Satzes für mich
- Die Kraft guter Gedanken
- Wir weigern uns, Feinde zu sein






 

Die Folgen dieses Satzes für mich

Lange nachdem ich mein Abitur abgelegt hatte, bemerkte ich, wie dieser Satz immer noch wirkte, mich nie mehr in meinem Leben loslies.

Später erlebte ich Menschen, die mir einreden wollten, dass jeder Mensch auch böse bzw. schlecht sei. Die Betonung liegt dabei auf "jeder".

Doch ich kannte und kenne viele Menschen, die genau das eben nicht sind. Sie sind gütig, liebevoll, freundlich, hilfsbereit und  - wie man so schön sagt - "guter Dinge". Manche sind vielleicht etwas träge oder sogenannte "einfache" Menschen.
Es würde sie ziemlich unglücklich machen, wenn sie -  und sei es nur aus Versehen - einem anderen Menschen einen Schaden zufügten. Sie würden um Verzeihung bitten und versuchen, den Schaden "wieder gut zu machen".

Die Frage ist also aus einem anderen Blickwinkel zu stellen:
Wann werden Menschen und warum werden sie "böse"?


Sicher gibt es viele Menschen, die Böses, Schlimmes, Schlechtes tun. Gerade, wenn man angesichts all dieser schlimmen Geschehnisse glaubt (und wenn man sich von diesem Gedanken beherrschen und niederdrücken lassen will), dass die Menschen "von Natur aus böse" seien, dann ist dieser Satz von Anne Frank wie ein Lebensretter.

Denn wenn man nicht an das Gute im Menschen glauben kann oder will, dann ist wirklich alles sinnlos. Dann wird man vielleicht selbst bösartig, verbiestert, ungerecht - und damit letztendlich unglücklich.

Ich bin fest überzeugt:
Nur, wer die Kraft hat, an das Gute im Menschen zu glauben, kann seinem Leben auch einen Sinn geben und glücklich werden.


Die Kraft guter Gedanken

Der 11. September 2001 ist zum Symbol des bösen Handelns von Menschen schlechthin geworden.  Akribisch haben Menschen vorher diese Tat geplant, skrupellos haben sie sie realisiert.
Es gab zum 10. Jahrestag dieses Ereignisse viele Medienberichte und viele Stellungnahmen und Meinungsäußerungen darüber.
Noch sind wir nicht in der Lage, solches "böses Handeln" zu verhindern.  Viele Menschen haben sich ohnmächtig, hilflos gefühlt und noch mehr sind bis heute in Angst vor ähnlichen Ereignissen in der Zukunft.

Doch mir kam  dabei noch ein anderer Gedanke:
Wenn es möglich ist, dass Menschen böse Taten  denken, planen, vorbereiten und umsetzen können, dann gibt es eine "Gegen-Aktion", eine "Re-Aktion", die auch ganz im Geist des Gedankens von Anne Frank liegt und weit über die Verfolgung und Bestrafung dieser Taten hinausgeht:
Man muss GUTE GEDANKEN denken, planen, vorbereiten und umsetzen.

Je mehr Menschen das aktiv-zielgerichtet, mit vollem Bewusstsein tun, desto geringer wird die Zahl derer, die sich für solche bösen Gedanken und Handlungen hergeben wollen.
 
  Ich denke, es ist die einzige Möglichkeit, sich gegen böse Taten auf Dauer und wirksam "zur Wehr zu setzen".

Die Medien sollten sich auch dieser Frage stellen und mehr über  "gute Taten" berichten, als über schlimme. Es gibt zu denken, dass die Berichterstattung über diese gute Taten in weiten Kreisen der Medien verpönt ist, dass gute Taten und deren "Täter" belächelt, verspottet, herabgesetzt, diffamiert werden. Ein Lieblingswort solcher Spötter ist "Gut-Mensch". Warum?

Wir weigern uns, Feinde zu sein


Hier ein Beispiel, was ich meine:
Man liest, hört und sieht viel über die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern.  Wer kann sich erinnern, schon einmal davon gehört zu haben, dass eine aus beiden Bevölkerungsteilen zusammengesetzte Gruppen - vorwiegend Künstler - vor vielen Jahren hier in Deutschland mit einer Tournee durchs Land zogen unter dem Motto:
"Wir weigern uns, Feinde zu sein." ?
Diese Menschen kämpfen für die friedliche Lösung der Konflikte, sind sicher manchmal verzweifelt.
Wäre es nicht sinnvoller, ihren Kampf sichtbar zu machen und dadurch zu unterstützen?

Der Satz
"Wir weigern uns, Feinde zu sein."
gehört ganz oben auf meine Liste guter und bester Gedanken!

siehe auch
GUTE TATEN PLANEN
 
Seitenversion: überarbeitet am 22.02.2016
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg2-gesellschaft/dbg2_abituraufsatz.html

 
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