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DIE BESTEN SPIRITUELLEN GEDANKEN - AUS RELIGIONEN UND ANDEREN SPIRITUELLEN ERFAHRUNGEN

WILLIGIS JÄGER

CHRISTLICHER MÖNCH UND BUDDHISTISCHER ZEN-MEISTER


Die kosmische Weltsicht des 21. Jahrhunderts
erfordert eine zeitgemäße globale Spiritualität.
Willigis Jäger

So stand es auf seiner Website www.willigis-jaeger.de vor Jahren. Inzwischen  existiert die Seite mit obigem Zitat nicht mehr separat, man wird weitergeleitet auf die Website www.bendiktushof-holzkirchen.de/willigis-jaeger.html [A1]. Dort habe ich das Zitat leider nicht mehr gefunden.

In dem "Portrait" von Willigis Jäger heißt es:
"Willigis Jäger verkörpert eine konfessionsunabhängige zeitgenössische Spiritualität, die den spirituell Suchenden des 21. Jahrhunderts Antworten auf ihre drängenden Fragen gibt."




Willigis Jäger ist aus meiner Sicht ein lebendiges Beispiel für die in Thomas M. Waldmanns Buch "Die Gottesformel" vorhergesagte Entwicklung aller Religionen hin zu einer Weltreligion:
(siehe auch GOTTESFORMEL, in DIE BESTEN GEDANKEN » PHILOSOPHIE + ETHIK)

Der Benediktiner-Mönch und Zen-Meister ist am 7. März 1925 geboren. Die von ihm praktizierte "Mischung" zweier Religionen, des Christentums und des Buddhismus, findet naturgemäß viele ablehnende Stimmen.
Auf Willigis Jäger aufmerksam wurde ich vor Jahren durch eine TV-Sendung, ich glaube, es war "Delta" in 3Sat.  Da fiel er mir als sehr zurückhaltender, sehr sanfter und freundlicher älterer Herr auf. Er kam kaum zu Wort, die anderen Gesprächsteilnehmer konnten sich besser durchsetzen.

Wenn man den Gedanken von Willigis Jäger näher kommen will, kommt man nicht umhin, sich mit dem Wort "Mystik" zu befassen - ein Wort, das in mehreren  Bedeutungen verwendet wird und über das es viele Vorurteile gibt.
Hier will ich eigentlich gar nicht über W. Jäger und sein Leben schreiben (das kann man bei Wikipedia, auf der Website des Benediktushofes und in seinen Büchern ausführlich nachlesen), ich möchte nur einige seiner Gedanken vorstellen. Jeder bilde sich seine eigene Meinung.
Es gibt eine Stiftung von Willigis Jäger sowie diverse Publikationen und Veranstaltungen.
    1. Das Wort "Mystik"
    2. Gedanken von Willigis Jäger
    3. Seine Stiftung "West-Östliche Weisheit" 

 

1. Das Wort Mystik

 Als erstes will ich eine Episode schildern, wie ich auf dieses Wort Mystik "gestoßen wurde": Im Jahr 1995 fiel mir eine katholische Frauenzeitschrift in die Hand, in der ein Zitat des katholischen Theologen Karl Rahner[A2] hervorgehoben war:
"Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein
oder es wird keinen Christen mehr geben."




Bei diesem Satz begriff ich augenblicklich, dass sich in ihm eine große Weisheit und Wahrheit verbirgt. Also begann ich, mich dem Wort "Mystik" aus wissenschaftlich-rational-atheistischer Sicht anzunähern.  Dabei bestätigte sich mein erster Eindruck:
Mystisches Erkennen ist die wohl höchste und beste Form des Erkennens, die Menschen erleben können.
Vielleicht hilft diese erste Bemerkung dem einen oder anderen schon, ebenfalls neugierig auf die eigentliche Bedeutung dieses Wortes zu werden oder zumindest offener und vorurteilsfreier an dieses Wort heranzugehen.


2. Einige Gedanken von Willigis Jäger


Ein Foto von Willigis Jäger:
Foto von Willigis Jäger
(Das Foto habe ich aus der Website des Benediktus-Hofes am 18. 01. 2012 übernommen.)

Die folgenden Texte habe ich gefunden auf seiner alten Website
www.willigis-jaeger.de, die Zwischenüberschriften habe ich eingefügt:

Spirituelle Erfahrung als Quelle der Erneuerung für den Einzelnen und die Gesellschaft
Willigis Jäger ist einer der bedeutenden spirituellen Lehrer unserer Zeit. In seinen weltweit gehaltenen Kursen und Vorträgen weist er Wege in eine tiefe spirituelle Erfahrung, die Quelle ist für eine echte Erneuerung auf allen menschlichen und gesellschaftlichen Ebenen.
 
  Die Suche nach dem Sinn geht durch alle Religionen und über alle Religionen hinaus
(Dieses längere Zitat ist aus einem Vortrag von 2004 über Mystik und Konfessionen, der leider ebenfalls nicht mehr abrufbar ist - www.willigis-jaeger.de/vortrag/ mystik.html)
Wir leben in einem Zeitalter, in dem die konfessionelle Gebundenheit in der Gesellschaft sehr nachlässt. Gleichzeitig wird jedoch eine tiefe Sehnsucht nach der religiösen Dimension deutlich spürbar. Zahlreiche Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Zugehörigkeit, sehnen sich nach dieser religiösen Dimension in ihrem Leben, spüren aber auch, dass die Hinführung in diese Dimension von den bestehenden Kirchen und Konfessionen nicht geleistet wird, ja offensichtlich nicht gewollt ist. Viele suchen daher in östlichen Religionen eine neue geistige Heimat. Dort wird ihnen aber häufig mit dem spirituellen Weg auch wieder, ob es ihnen nun bewusst wird oder nicht, eine Konfession mit Ritualen und Vorstellungen vermittelt, die sie im Grunde nicht suchen. Die Essenz der Religionen ist jedoch weniger das Lehrgebäude, als vielmehr die Erfahrung der Wirklichkeit, auf die in den Konfessionen verwiesen wird.

Es ist die fundamentale Frage nach der Sinnhaftigkeit des Universums, die gekoppelt ist mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit der menschlichen Existenz, die sich der heutige Mensch stellt. Der religiöse Mensch der Gegenwart ist nicht mehr auf der Suche nach einem Halt innerhalb eines Glaubensgebäudes und findet seine Antworten daher nicht mehr in der traditionellen kirchlichen Denkweise, Sprache und Theologie. Die Religionen sind entstanden, weil der  Mensch, als er Geist erlangte, nach dem Sinn seines Lebens und dem Sinn der Welt fragte. Religion ist daher eine wichtige, ja absolut notwendige Errungenschaft der Evolution. Sie schützt die Spezies vor dem Untergang, dem der Mensch aus Mangel an Sinn wohl anheim gefallen wäre.


 
 

3. Die Stiftung West-Östliche Weisheit

West-Östliche Weisheit ist der Name der Stiftung von Willigis Jäger, die 2007 gegründet wurde. Willigis Jäger schrieb über den Stiftungszweck:
(gefunden auf der Seite www.west-oestliche-weisheit.de/stiftung/117-stiftungszweck.html  am 18. 1. 2012 und - identisch - am 25.01.2016 auf der neuen Hauptseite des Benediktus-Hofes unter www.benediktushof-holzkirchen.de/stiftung.html externer link)Im Jahr 2007 habe ich persönlich mein Lebenswerk in die „Willigis Jäger Stiftung West-Östliche Weisheit“ eingebracht. Die Stiftung hat ihren Sitz auf dem Benediktushof in Holzkirchen und verfolgt mein Hauptziel, die Menschen in die transkonfessionelle und transpersonale Erfahrung der Wirklichkeit zu führen. Die Stiftung ist die Plattform für die Übungswege, die in diese Ebene begleiten, und für Projekte, die aus dieser Erfahrung heraus helfen sollen, die Gesellschaft im 21. Jahrhundert zu inspirieren und neu auszurichten.

Die Stiftung unterstützt die weitere Erforschung der Wirkungsweise von Zen und Kontemplation sowie alle Aktivitäten, in denen integratives west-östliches Wissen und Handeln geübt und gelebt werden. Sie bietet Lehrenden und Übenden ein Forum zum Erfahrungsaustausch und hilft spirituell Suchenden dabei, für sie geeignete Lehrangebote zu finden.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist mir, dass die Stiftung auch die Aufgabe übernimmt, Menschen zu unterstützen, die sich aus finanziellen Gründen Kurse auf dem Benediktushof nicht leisten können.  
 
  Sehr interessant ist die Satzung der Stiftung (Stand März 2015). Der Zweck der Stiftung wird beschrieben (Auszug aus dem § 2 Zweck der Stiftung - siehe www.benediktushof-holzkirchen.de/images/stories/15satzung_stand_20mrz_202015.pdf externer link):
2. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildung, Erziehung und der Religiosität. Die Stiftung soll insbesondere:

a) Menschen einen Weg aufzuzeigen, wie sie Kraft aus der Stille, aus ihrem eigenen inneren Wesen schöpfen können, um dadurch beruflich und privat stärker präsent zu sein, sich stärker zu konzentrieren, unabhängiger zu werden von falschem Lob und Tadel, achtsamer mit sich und anderen umzugehen, sich stärker auf das wirklich Wichtige zu besinnen und auch in turbulenten Zeiten die Fähigkeit zu erhalten, Ängste und Gefühle zu reflektieren und die innere Balance zu finde n, sich auf neue Situationen unvoreingenommen einzulassen, Gegensätze und Widersprüche umfassen zu können, um daraus eine kreative Synthese zu schaffen. Körper und Geist sollen wieder als Einheit empfunden werden, um zu erfahren, dass man integraler Bestandteil der Schöpfung und des Kosmos ist und dementsprechend auch Mitverantwortung zu tragen

b) eine Haltung der Achtsamkeit zu fördern, die zu mehr Rücksichtnahme auf die Mit-, Um- und Nachwelt führt
...
 
 
  Anmerkung A1
Auf dieser Website gibt es die o. g. Seite "Portrait"
Eine Zeit lang gab es nur noch die Website www.west-oestliche-weisheit.de, doch nun (26.01.2016) wird man von dieser URL wieder auf  die Website des Benediktus-Hofes www.benediktushof-holzkirchen.de weiter geleitet.

Auf der Startseite der "west-oestlichen-weisheit.de" hatte ich vor Jahren dieses wundervolle Zitat gefunden:
Ein Forum für transkonfessionelle Spiritualität
„Das Anliegen der West-Östlichen Weisheit ist, die Menschen in den transpersonalen Urgrund zu führen, aus dem wir alle schöpfen. Zu diesem spirituellen Weg sind alle Menschen eingeladen, ob sie sich einer Religion zuzählen oder nicht. Der Weg dieser Sophia perennis, der „Ewigen Weisheit‟, die sich in Büchern und Lehrgebäuden aller Weisen unserer Spezies niedergeschlagen hat, führt über Dogmen und Bekenntnisse hinaus. Es ist ein spiritueller Weg, der den Religionen ihren transkonfessionellen Hintergrund aufzeigen will."

Außerdem gibt es die englischsprachige Website willigisjaeger-foundation.com externer link, die über ihr Anliegen schreibt:
West-Östliche Weisheit
combining the wisdom of Eastern religions and Christianity and acting as a forum for transconfessional spirituality

(die östliche Religionen und das Christentum zusammenführen und als Forum für transkonfessionelle Spiritualität agieren)

Inzwischen (Stand 01.01.2017) habe ich auch die Facebook-Seiten von Willigis Jäger und vom Benediktushof entdeckt:
www.facebook.com/willigisjaeger/
und
www.facebook.com/Benediktushof/

 
  Anmerkung A2
Karl Rahner (1904 - 1984) war Jesuit und katholischer Theologe,  ein Schüler M. Heideggers, Theologie-Professor in Insbruck, München und Münster (Dogmatik, Dogmengeschichte, Christliche Weltanschauung, Religionsphilosophie). Er wirkte "bahnbrechend für ... die Öffnung der katholischen Theologie für das Denken des 20. Jahrhunderts" und "trieb den Dialog mit den Naturwissenschaften und mit dem  Marxismus voran ..."
Unter anderem arbeitete er als Sachverständiger an der Vorbereitung des 2. Vatikanischen Konzils mit.
(Die Informationen sind auszugsweise entnommen der "Brockhaus - Die Enzyklopädie" [Quelle BDE]
Ich habe mir erlaubt, die Abkürzungen in den direkt zitierten, fett hervorgehobenen Stellen auszuschreiben.)


 
Seitenversion:  erg. 01.01.2017
URL:  www.brunhild-krueger.de/dbg/dbg5-spirit/dbg5_jaeger.html

 
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