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DAS NADELÖHR IN DIE ZUKUNFT - DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN (BGE)

DAS ÖKONOMISCHE "MUST HAVE"


Würde des Menschen
Nichts mehr davon, ich bitt euch.
Zu essen gebt ihm, zu wohnen,
Habt ihr die Blöße bedeckt,
gibt sich die Würde von selbst.

Friedrich Schiller


Die Einführung des Grundeinkommens kann deshalb funktionieren, weil sie für alle Teile der Gesellschaft von Nutzen ist.
Natürlich kann es nur dann wirklich eingeführt werden, wenn auch die Ökonomen, die (meisten) Unternehmer und zuletzt auch die Politiker die Vorteile erkennen, die dieses Grundeinkommen für die effektive Organisierung der Arbeit und des Lebens in der Marktwirtschaft haben wird. Mit anderen Worten gesagt, es muss endlich erkannt werden, dass das Grundeinkommen  sozusagen ein ökonomischer Zwang ist für die Steigerung der Effektivität der Marktwirtschaft - eben ein "ökonomisches MUST HAVE".

Absolut nicht machbar ist aus meiner Sicht eines: Mindestlohn UND Grundeinkommen
gleichzeitig.

Die Einführung eines solchen Grundeinkommens  ist vor allen Dingen ein ökonomisches "Must have" aller entwickelter Staaten.

Mehr noch: viele ökonomische Probleme der Welt ließen sich - sozusagen in marktwirtschaftlicher Selbstorganisation - lösen, wenn jedem Menschen auf der Erde ein, ggf. anfangs noch kleines Grundeinkommen zustände: Die daraus entstehende Nachfrage vor Ort würde auch in den heute noch unterentwickelten Ländern zu einem sehr raschen wirtschaftlichen Aufschwung mit all den Folgen auf anderen Gebieten (Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Infrastruktur) führen - und zwar "ganz von allein".


Hier also erste Argumente:
- Wer nicht arbeitet (nicht arbeiten kann), soll auch nicht essen?
- Der unbezahlbare Aufwand für Suppenküchen und Tafeln
- Warum ein Grundeinkommen marktkonform und marktfreundlich ist, der Mindestlohn nicht
- Das "Gesetz des Wechsels der Arbeit" - seine chaotische und seine sinnvolle Wirkung
- Das Grundeinkommen und die Selbstorganisation des Arbeitsmarktes 
   oder: Warum die gemeinsame Einführung des Grundeinkommens UND eines Mindestlohnes nicht geht,
   warum der Mindestlohn eine Waffe im Kampf gegen das Grundeinkommen ist

- Der revolutionäre Wandel der Arbeitswelt will aufwandsminimiert werden

 


Wer nicht arbeitet (nicht arbeiten kann), soll auch nicht essen?

Einmal war diese Losung "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!" als revolutionärer Protest gegen die ganz Reichen gedacht, die nicht körperlich schwer arbeiten mussten und die in Wohlstand oder gar Luxus leben konnten, die sich dem Müßiggang, ihren Interessen und Hobbys hingeben konnten.
Die das nur konnten auf Kosten der Armen, die da arbeiten mussten bis zum Umfallen, um die Familie ernähren zu können, die von "Hungerlöhnen" leben mussten. Heute heißt das übrigens "Niedriglohnsektor".
Ich erinnere an die Märchen "Aschenputtel" und "Hänsel und Gretel" .
(Dass zu diesem Thema wichtige Fragen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung gehören, steht auf einem anderen Blatt, wird später noch an anderer Stelle behandelt.)
Der Spruch hat seinen Ursprung in der Bibel und meint, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Anteil am Arbeitsaufwand zur Versorgung der Gruppe zu leisten hat.

Nur - es gibt ja auch genug Menschen, die gar nicht arbeiten können: Kinder, Alte, Kranke. Es ist also immer nötig gewesen, auch für diese zu sorgen. Diejenigen, die die Arbeitsleistung erbrachten für die Versorgung der Familie bzw. der Gruppe, mussten (!) von dem Ergebnis abgeben oder taten es wohl im allgemeinen auch freiwillig.
Das alles ist eine lange Geschichte und bedarf noch ausführlicherer Argumentation.

Jetzt geht es mir um die Umkehrung der obigen Losung: Nicht mehr die Reichen sollen es sein, sondern die Armen der Ärmsten, denen man nicht die Butter auf dem Brot gönnt ("Sozialneid nach unten"), denen man dieses "Du arbeitest nicht - also hast du keinen Anspruch auf Lebensunterhalt! Da musst du schon von den Almosen leben, die man dir - natürlich mit Auflagen - gibt."
Wer nicht spurt (also z. B. nicht jede, aber auch jede noch so schlecht bezahlte Arbeit annimmt) wird "bestraft": Kürzungen des sogenannten "Existenzminimus", das Hartz-IV-Leute erhalten, sind beim geringsten Fehlverhalten noch immer auf der Tagesordnung!
Alleinerziehende machen mit ihren Kindern  übrigens den Großteil der Hartz-IV-Empfänger aus.
(In meinem modernisierten Märchen "Hühnchen, Maus und Birkhuhn" habe ich dieses Phänomen einmal dargestellt:  HÜHNCHEN, MAUS UND BIRKHUHN - in EINMISCHUNGEN » MÄRCHENHAFTES)


 
 

Der unbezahlbare Aufwand für Suppenküchen und Tafeln

Ich fange mit einem Beispiel bzw. eine Frage zu diesem Beispiel an:
Hat schon einmal jemand durchgerechnet, wie viel die Lebensmittel tatsächlich kosten, die in Suppenküchen bzw. "Tafeln" kostenlos oder gegen einen Obolus an "Bedürftige" abgegeben werden?
Ich meine nicht die Tatsache, dass diese Lebensmittel in der Regel von Händlern stammen, für die sie keinen Verkaufwert mehr haben. Die Händler freuen sich, dass sie das "Gelumpe" (wie man bei uns zu wertlosem Zeug sagt) loswerden und es nicht in den Müll schmeißen müssen: es ist für sie auch noch kostengünstig, denn es wird ja "kostenlos" abgeholt.
Dann schleppen Ehrenamtliche diesen Händler-Abfall in die Räume, in denen sie ihn noch einmal sortieren (aussortieren, was inzwischen ganz verdorben ist) und verteilen. Die Empfänger der milden Gaben müssen u. U. dann noch einmal sortieren, ehe sie den Rest essen können.
Die Fragen heißen dann nicht:
Worauf habe ich Appetit?
oder:
Wie ernähre ich mich ausgewogen und gesund?
sondern:
Wie kann ich aus den vorhandenen Zutaten etwas Essbares auf den Tisch bringen?
(Brathering mit Nudeln oder Salzgebäck ist vielleicht auch auf dieser Stufe der Ernährung nicht jedermanns Sache.)

Ökonomisch stellt sich eine ganz andere Frage:
Was kostet diese  angeblich "kostenlose" Verteilung wirklich?
Da gibt es Spendensammlungen, mit deren Hilfe Kühltechnik, Fahrzeuge und Geld für die Räume aufgebracht werden (aus Löhnen und Gehältern finanziert und mit "kostenloser Freizeit" gesammelt),  es gibt Fördermittel (aus Steuergeldern) und es gibt Unterstützung vom Arbeitsamt (aus Steuergeldern) für die Ehrenamtlichen, die ein kleine Aufwandsentschädigung erhalten. Den Rest ihrer Zeit "spenden" diese kostenlos. Da läppert sich einiges zusammen, wenn man diese Stunden auf den Mindestlohn (plus Sozialabgaben eines virtuellen Arbeitgebers) umrechnet!

Ich wette - wenn man das alles durchrechnet, dann steckt in diesen Lebensmitteln ein zusätzlicher Aufwand, der  (grobe Schätzung von mir) mindestens dem doppelten Preis entspricht, den sie im Handel kosten würden.

Bei dieser Gegenüberstellung ist noch gar nicht berücksichtigt, was in der Zeit, die dafür aufgebracht wird, an echt Nützlichem geschaffen werden könnte, statt hier nur Schadensbegrenzung zu betreiben.
Denn dass es diese Tafeln und Suppenküchen gibt, ist ja ein Ergebnis der "Armutspolitik" des Staates, seines Versagens als Sozialstaat.

Kennt jemand "Die fromme Helene" von Wilhem Busch? In diesem "Comic" badet besagte Dame in warmem Wein, den sie anschließend in Flaschen füllen und an die ganz Armen verteilen lässt.


 
 

Warum ein Grundeinkommen für jeden Bürger marktkonform und marktfreundlich ist, der Mindestlohn nicht

Über diese Behauptung muss ich zusammen mit der Einschätzung argumentieren, dass beides zusammen, Grundeinkommen und Mindestlohn, absolut unmöglich sind. Die Einführung eines Mindestlohnes ist also der Schritt in die falsche Richtung - er verhindert die Einführung des Grundeinkommens bzw. erschwert es de facto. Wenn man die wichtigsten ökonomischen Argumente für das Grundeinkommen kennt, kann man vielleicht doch noch eine Wende in der Politik erreichen.

Angesichts des bereits eingeführten "existenzsichernden Mindestlohns" erscheint eine Diskussion um ein arbeits- und leistungsunabhängiges Basiseinkommen (Bürgergeld, Grundsicherung, Grundeinkommen, basic income) als absolut weltfremd und utopisch, unrealisierbar und sogar ökonomisch kontraproduktiv.

Seine Gegner betonen die ökonomische Unmöglichkeit, die Unmöglichkeit, es finanzieren zu können einerseits und andererseits behaupten sie, damit würden die Menschen wie im Schlaraffenland nur faul und träge werden.

Seine Anhänger werden nicht müde, vor allem die sozialen Argumente in die Welt zu setzen: Menschenrechte, Menschenwürde, das Recht zu leben usw.

Mein erstes Argument für das Grundeinkommen und gegen den Mindestlohn ist dieses:
Die Arbeitskraft wird auf dem Markt angeboten und "gekauft" - Angebot und Nachfrage regeln den Preis, also den Lohn. Ein politischer Eingriff in diese Balance zwischen Angebot und Nachfrage ist - marktwirtschaftlich gesehen - immer eine künstliche Deformation.
Der Mindestlohn muss per Gesetz durchgesetzt werden, kontrolliert werden und Zuwiderhandlungen müssen bestraft werden. Ein neuer "Wasserkopf" der Bürokratie muss aufgebaut werden, der riesige Steuersummen verschlingt und zahlreiche Arbeitskräfte für eine unterm Strich sinnlose Tätigkeit verbraucht, die an anderen Stellen viel dringender gebraucht werden.

Mein zweites Argument für das Grundeinkommen und gegen den Mindestlohn:
Sobald es eingeführt ist (bitte lassen Sie sich einmal wirklich und ganz unvoreingenommen auf dieses Gedankenexperiment ein), kann der Lohn für die Arbeitsleistung auf beliebigem Level verhandelt werden, ganz marktkonform nach Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften. Und es können weitere Kriterien bei der Lohngestaltung beachtet werden wie z. B. diese:
Unternehmer in der Gründungsphase, die überhaupt keinen Mindestlohn zahlen können, können nach der jetzigen Regelung ihr Unternehmen nicht aufbauen. Finden sie - im Rahmen des allgemeinen Grundeinkommens - Interessenten, die sie unterstützen, könnten die - zur Not - sogar eine Weile zum "Nulltarif" oder für einen symbolischen Euro pro Stunde arbeiten. Denn der Arbeitende hat ja seine Existenz gesichert und ist dem Zwang zur Lohnarbeit nicht mehr in voller Härte ausgeliefert.
Der Lohn muss nicht mehr mit viel Aufwand, Streit oder sogar Streik ausgehandelt werden. Unternehmer und Arbeitnehmer können sich - ohne den Druck der Existenzsicherung für den Arbeiter - kann ganz friedlich und zum gegenseitigen Vorteil einigen. Der Arbeitnehmer erkennt die Interessen des Unternehmers an, der Unternehmer kann es sich leisten (da die Löhne ja nicht "existenzsichernd" sein müssen) dem Arbeiter so weit entgegen zu kommen, wie es das Betriebsergebnis hergibt.

Mein drittes Argument für das Grundeinkommen: wenn die einzelnen Länder sich je nach ihrem Steueraufkommen und dem Lebensstandard auf das in ihren Ländern nötige Grundeinkommen geeinigt haben, können die Löhne der Arbeitnehmer - egal, aus welchem Land diese dann kommen - gleich oder angeglichen sein. Das bringt internationalen Unternehmen Vereinfachungen, Erleichterungen beim Einstellen und grenzüberschreitenden Einsatz der Arbeitnehmer.


 
 

Das "Gesetz des Wechsels der Arbeit" - seine spontan-chaotische oder seine sinnvolle Wirkung

Schon längst (seit ganz, ganz langer Zeit) ist allgemein bekannt, dass es die "klassischen Arbeitsbiographien" nicht mehr gibt und aus marktwirtschaftlichen Effektivitätsgründen auch gar nicht mehr geben kann und geben darf(!).

"Wechsel der Arbeit" meint, dass Flexibilität bezüglich der Arbeitsaufgaben (selbst am gleichen Arbeitsplatz) und ständiges Lernen zur Grundvoraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt gehören: egal, ob das Tätigkeitsfeld an einem Arbeitsplatz sich ändert oder ob alte Arbeitsplätze wegfallen und neue Arbeitsplätze mit neuen Arbeitsaufgaben geschaffen werden.

Es wird viele erstaunen zu hören, dass auf diese Flexibilität bereits Karl Marx in seinem Hauptwerk "Das Kapital" aufmerksam gemacht hat. Er sah in dieser Flexibilisierung, in der Fähigkeit des Arbeiters, sich ständig neuen Arbeitsaufgaben zu stellen, eine wesentliche Voraussetzung für die effektive Organisierung der Verteilung der Arbeit, der Steigerung der Effektivität der Arbeit. 
Sie - diese Flexibilität des Arbeiters - war aus seiner Sicht bereits damals als so absolute Notwendigkeit absehbar, dass er sie als "Gesetz" bezeichnete, als "Gesetz des Wechsels der Arbeit (Zitat):

"Wenn aber der Wechsel der Arbeit sich jetzt nur als überwältigendes Naturgesetz und mit der blind zerstörerischen Wirkung eines Naturgesetzes durchsetzt, das überall auf Hindernisse stößt, macht die große Industrie durch ihre Katastrophen selbst es zur Frage von Leben oder Tod, den Wechsel der Arbeit und daher möglichste Vielseitigkeit der Arbeiter als allgemeines gesellschaftliches Produktionsgesetz anzuerkennen und seiner normalen Verwirklichung die Verhältnisse anzupassen."
(Auf der Seite Marx (2) - Zitate zitiere ich seine Aussagen aus dem "Kapital" hierzu ausführlicher. )


Mit dem "Gesetzescharakter", mit dieser Notwendigkeit des Wechsels von Arbeitsplätzen und Arbeitsinhalten im Laufe eines Arbeitslebens einher geht die Frage, wie man diese praktisch so organisieren kann, dass sie für alle Beteiligten mit geringstem Aufwand und ohne Stress umgesetzt werden.
Es gibt in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der "optimalen Organisation", der "lernenden Organisation" also - und es gibt die Möglichkeit der Dummheit und Ignoranz dieser Notwendigkeit bzw. die Versuche, diese notwendige Flexibilität einseitig den Arbeitern aufzudrücken.
Im ersten Fall, in der bewussten Ausgestaltung dieses "Gesetzes", ist es klar - da ist wachsende Zufriedenheit und Effektivität zu erwarten.
Im zweiten Fall, in der "chaotischen Wirkung" (wenn man nicht bewusst Einfluss nimmt oder wenn man aus Dummheit / Profitgier die falschen politischen Entscheidungen trifft) wird der Aufwand immer größer, die Unzufriedenheit wächst bei allen Beteiligten, die Effektivität der Arbeit lässt immer mehr zu wünschen übrig.


 
 

Das Grundeinkommen und die Selbstorganisation des Arbeitsmarktes

Heute behindern Tarifverträge und Gesetze die freie Entfaltung des Arbeitsmarktes. Sie sind viel zu starr und mit zu langfristiger Wirkung, als dass dem dynamischen Arbeitsmarkt, dem ständig schwankenden Bedarf der Unternehmen an Arbeitskräften entsprochen werden kann.
Der bürokratische Aufwand für die Absicherung der Arbeiter in Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit verschlingt zu viele Steuergelder und Lebensarbeitszeit (Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kontrollen bezüglich Schwarzarbeit usw.).

Es gibt Menschen, die wollen  (oder müssen) möglichst viel Geld verdienen, sind also bereit, lange Wochenarbeitszeiten auf sich zu nehmen. Anderen genügt es, wenn sie - wie es heute noch heißt - "in Teilzeit" arbeiten.
Mancher möchte eine Arbeitspause einlegen, weil die Familie ihn benötigt oder weil er ein Studium bzw. eine Weiterbildung zu Ende bringen will. Jemand engagiert sich in einem Ehrenamt, das ebenfalls zeitlich unterschiedlichen Aufwand erfordert (Stichwort: Jugendtrainer, freiwillige Feuerwehren).
Die Situationen und Vorstellungen sind hier sehr verschieden, ganz und gar individuell.

Wenn man es genau betrachtet, sind also beide Seiten - Arbeitgeber UND Arbeitnehmer - deshalb eigentlich an einer individuellen Flexibilisierung der Arbeitsverträge interessiert. Diese ließe sich über das, was ich die "Selbstorganisation des Arbeitsmarktes" nennen möchte, ganz einfach realisieren.
Doch - dem steht vor allem die einseitig über Lohn oder Gehalt zu realisierende Existensicherung des Arbeitnehmers bzw. seiner Familie entgegen.
Hier hätte ein "bedingungsloses Grundeinkommen" eine segensreiche Wirkung auf den Arbeitsmarkt.


 
 

Der revolutionäre Wandel der Arbeitswelt will aufwandsminimiert werden

In der Gegenwart wird immer mehr Menschen bewusst, dass ein gigantischer, ein geradezu revolutionärer Wandel  der Arbeitswelt bevorsteht.
Es wird in Größenordnungen (ich schätze, in Deutschland könnten das mehr als 5 Millionen Arbeitsplätze betreffen - besonders augenfällig wird es bei Autoherstellern, Taxifahrern, LKW-Fahrern sein) Arbeitslose geben, wenn man diesen Wandel nicht aktiv und klug politisch führt. Das meint, ihn langfristig mit entsprechenden politischen und gesetzlichen Randbedingungen zu gestalten.

Immer ist es auch für ein Unternehmen von Vorteil, wenn bei notwendigen Veränderungen so wenig wie möglich soziale Probleme oder gar sozialer Unfrieden entstehen.

Auch für die Entfaltung der Persönlichkeit (das ist erst einmal kein vordergründig ökkonomisches Argument) ist der Wechsel der Arbeitsaufgaben von Vorteil: besonders wichtig ist es, jungen Menschen von Anfang an die Möglichkeit zu geben, sich wachsenden Herausforderungen zu stellen.

Eine weitere Wechselmöglichkeit, die von Vorteil auch für den Unternehmer ist: mit dem Grundeinkommen ist der Wechsel zwischen Arbeitsphasen und Lernphasen einfacher. Auch das ist eine wichtige Voraussetzung für immer besser qualifizierte Arbeiter und Angestellte bis hinauf zu den Führungskräften.

Doch noch etwas spielt hierbei eine wichtige Rolle: Der Wechsel zwischen Lohnarbeit und Ehrenamt ist genauso von Vorteil für eine funktionierende Infrastruktur: Wenn der Feuerwehrmann zum Lehrgang muss, ist eine Freistellung von der Arbeit ohne das Problem der Lohnfortzahlung wesentlich vorteilhafter. Ein kleiner Zuschuss für den Lernenden ist Diskussionssache im Verein, in der Feuerwehr, im Ehrenamt. Hier bieten bisherige Erfahrungen mit "Ich-AGs", "Ein-Euro-Jobs", "Bufdies" usw. schon eine gute Basis, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen.
Die Vereinbarkeit von Einkommensarbeit und Familienarbeit wird sich letztlich ebenfalls nur auf der Basis eines solchen Grundeinkommens realisieren lassen!

 
 
Seitenversion: erg. 07.04.2017 (Ab dem 15.07.2017 ist das ganze Thema in völliger Neubearbeitung. Bis zu deren Fertigstellung bleibt dieser alte Text noch im Netz.)
URL:  www.brunhild-krueger.de/hz/hz8-grundeinkommen/hz81_musthave.html

 
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