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DAS NADELÖHR IN DIE ZUKUNFT - DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN (BGE)


Würde des Menschen
Nichts mehr davon, ich bitt euch.
Zu essen gebt ihm, zu wohnen,
Habt ihr die Blöße bedeckt,
gibt sich die Würde von selbst.

Friedrich Schiller [Q1]

Der erste "Keim des Neuen", mehr noch, das "ökonomische Nadelöhr in die Zukunft" ist aus meiner Sicht die Idee, ein sogenanntes "Basiseinkommen" (Basic income) bzw. "bedingungslose Grundeinkommen (BGE)" bzw. "Bürgergeld" einzuführen, das das Existenzminimum für jeden Menschen sichert, und zwar unabhängig von allen anderen Bedingungen.

Zur Vereinfachung werde ich hier i. a.  verkürzt den Begriff "Grundeinkommen" verwenden [A1]

Meine These (also der aus meiner Sicht wichtigste Gedanke, der Kerngedanke des Grundeinkommens sozusagen) ist,
dass das Grundeinkommen zu einer höheren individuellen Freiheit führt und damit in seiner historischen Tragweite vergleichbar ist mit dem Beschluss der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen  - es ist sozusagen die Organisationsbasis, die  finanziell-ökonomische Voraussetzung für die Umsetzung dieser Menschenrechte.
Ohne Grundeinkommen bleiben die Menschenrechte Ideale, Absichtserklärungen, fromme Wünsche.
Erst mit der Sicherung des Existenzminimums für jeden einzelnen Menschen auf der ganzen Erde kann, darf man das Wort "Freiheit" überhaupt in den Mund nehmen.

Ich glaube, mit dem Begriff des "Nadelöhrs"  kann man diese Frage recht anschaulich machen:
Das Grundeinkommen ist eine Art "dünne Stelle" auf dem Weg in die Zukunft, die schwierig zu passieren sein wird. Solange man ihr jedoch ausweicht, sie zu umgehen versucht, bleibt man immer noch in den  Zwängen der Gegenwart gefangen.
Viele alte Dinge müssen wir abstreifen und vor allem viele von den schönen, bequemen, alten Denkgewohnheiten "abspecken", wenn wir da durch wollen.

Anders gesagt, es wird es keine Alternative zu diesem "Nadelöhr" geben, es ist absolut "alternativlos".
Früher oder später - und das war damals, als ich zum ersten Mal von dieser Idee hörte, von der ersten Sekunde an meine feste Überzeugung - wird es eingeführt werden.
Je eher das passiert, desto eher und schneller kann es seine Kraft, sein zukunftsgestaltendes Potential entfalten.
Je länger wir warten, desto länger zögert sich die mit dem Grundeinkommen einhergehende freie Zukunft hinaus.
Ich behaupte, mit jedem Jahr, das wir jetzt noch mit der Einführung warten, verlieren wir mindestens zwei Jahre dieser Zukunft. Eines Tages werden wir wissen, was wir unseren Kindern und deren Kindern damit angetan haben, dass wir so lange gezögert haben damit.

Apropos Kinder - s. u.: Kinder und Grundeinkommen

Ich habe begonnen, mein in 20 Jahren gesammeltes Material zu sichten. Erste Texte finden sich hier:

DAS ÖKONOMISCHE "MUST HAVE" Ich versuche in diesem Thema, Argumente für dieses Grundeinkommen zu sammeln, die weit über die meist verwendeten sozialen bzw. ethisch-moralischen Argumente hinausgehen:
ich suche nach einer ökonomischen, marktwirtschaftlichen Begründung, die auch Unternehmer und bisher sich ablehnend verhaltende Politiker überzeugen kann.
Seinen komplexen Charakter zeige ich u. a. in der Argumentation, dass das Grundeinkommen "marktkonform" und "marktfreundlich" ist, während der Mindestlohn einen äußeren Eingriff in das Selbstregulierungsgesetz der Marktwirtschaft darstellt.

Es geht auch um die These "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", um die "Selbstorganisation des Arbeitsmarktes" und um das von Karl Marx entdeckte  "Gesetz des  Wechsels der Arbeit".

DIE GRÖSSTE FRAGE DER WELT "Gäbe es ein Grundeinkommen, was würden Sie tun?" "Was würdest Du arbeiten, wenn für Dein Einkommen gesorgt wäre?"
Mit diesen Fragen wird die "Faulheits-Unterstellung" der Gegner des Grundeinkommens sozusagen auf den Kopf gestellt durch die Unterstellung, dass die meisten Menschen eben NICHT faul werden würden, wenn ein Grundeinkommen gezahlt würde - sondern ganz im Gegenteil ...

GEGNER DES GRUNDEINKOMMENS Hier kommen die Gegner der Idee des Grundeinkommens zu Wort. Ich untersuche deren Argumente und suche deren Motive.
Frei nach dem Motto: Je reicher jemand ist, desto mehr wehrt er sich gegen das BGE. (Das gilt nicht pauschal für alle Reiche!)

ZUR GESCHICHTE DES GRUNDEINKOMMENS Natürlich hat die Idee des Grundeinkommens reale Vorläufer in der Geschichte, diese reichen vielleicht sogar bis zurück zu den Neandertalern ....


 

Kinder und Grundeinkommen


Der Schlagzeilen sind gar viele, die da jammern und klagen über die armen (im doppelten Sinne des Wortes "arm" - die finanzielle Armut und die Bedauerrhetorik-Armut) benachteiligten Kindern aus armen Familien.
Aktuell habe ich am 18.08.2016 in der MZ S. 6 gefunden:
"Elternglück mit Schatten
STUDIE Stress, Zukunftsangst oder Armut in der Familie benachteiligen Kinder. Nun soll bei Arztbesuchen beraten werden - zumindest in einem Modellprojekt."

Da fehlen auch keine Statistiken ("Jedes siebte Kind lebt in Deutschland von Hartz IV.") und Hinweise auf die besondere Situation Alleinerziehender.  Die betroffenen Eltern resignieren oft.
Die Zeiten, in denen sie ihre Kinder einfach im Wald aussetzen konnten, sind ja vorbei.
Zu dieser Frage habe ich an zwei anderen Stellen einige Texte anzubieten:

In HÄNSEL UND GRETEL (in EINMISCHUNGEN » MÄRCHENHAFTES) geht es mir darum, den Zusammenhang zwischen diesem Märchen und der Not von Familien mit Kindern in der heutigen Zeit sichtbar zu machen, zu zeigen, dass dieses Märchen hochaktuell ist, bis heute nichts von von seiner Brisanz verloren hat.

In KINDER KINDER (in EINMISCHUNGEN » ZEITGEIST AUFGEMISCHT) mache ich den Vorschlag, dass die Kosten für Kinder "entindividualisiert" werden müssen, damit jede Frau mit Kinderwunsch diesen Wunsch auch in die Tat umsetzen kann, unabhängig von der wirtschaftlichen Leistungskraft des biologischen Vaters. Eine Entlastung der Eltern-Kind-Beziehungen wäre  nur eine der positiven Folgen eines Grundeinkommens für Kinder bis zum 18. Lebensjahr.
 
 
Quellenangabe Q1
Meine Quelle ist die "Digitale Bibliothek"[siehe Quellen digitbib SB Literatur]
Digitale Bibliothek Sonderband: Meisterwerke deutscher Dichter und Denker, S. 38541:
Friedrich Schiller, Gedichte 1789 - 1805, S. 97
vergl. Schiller-SW Bd.1, S. 248,
Friedrich Schiller: Sämtliche Werke, Auf Grund der Originaldrucke hg. von Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert in Verbindung mit Herbert Stubenrauch, 3. Auflage, München: Carl Hanser, 1962,

Weitere Quellenangaben habe ich gefunden unter:
www.textlog.de/schiller-gedichte-wuerde-menschen.html: Gedichte 1795 - 1797
Eine Fundstelle nennt als Quelle: Musenalmanach auf das Jahr 1797. NA Bd. 1, S. 278.
In der Wikipedia über Würde  externer link wird als Quelle genannt: Gesammelte Werke, Bd. 3, Gütersloh 1976, S. 438

 
Anmerkung A1
Ich weiß natürlich, dass sich hinter den verschiedenen o. g. Begriffen auch verschiedene Konzepte verbergen (und es noch eine Reihe anderer Ansätze gibt wie z. B. die "Negativsteuer").
Auf die Details, die praktischen Regelungen, in denen sich diese Konzepte in ihren Vorstellungen zur Einführung einer staatlichen Alimentation zur Sicherung eines leistungsunabhängigen Existenzminimums unterscheiden, kann man jedoch erst zu sprechen kommen, wenn die wichtigsten Grundfragen geklärt sind.
Deshalb bitte ich, den von mir verwendeten Begriff "Grundeinkommen"  vorerst als allgemeinen Begriff zu akzeptieren. Ich bin selbst nicht ganz glücklich damit und hoffe, dass sich noch ein neuer Begriff findet, der als Oberbegriff all der bisher verwendeten gelten kann, dabei aber  anschaulich und nicht zu lang bzw. zu sperrig daher kommt.

Zum ersten Mal hörte ich vor rund 20 Jahren von dieser Idee eines "Bürgergeldes". In einer TV-Sendung sprach Ernst Ulrich von Weizsäcker, damals Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie darüber. Sofort war ich begeistert,  mir wurde augenblicklich klar, dass dieses Grundeinkommen die erste und wichtigste Voraussetzung ist, Zukunft  so zu gestalten, dass die Menschen sie mit Freude erwarten können, eine Zukunft, die den Hoffnungen und Erwartungen der meisten Menschen entspricht.
Sofort begriff ich auch, dass die Einführung dieses Bürgergeldes "unvermeidlich" sein wird, wenn man wirklich eine gerechtere und freiere Zukunft  für alle Menschen gestalten will.
Erst später - im Jahr 2014 - fiel mir der Vergleich mit einem Nadelöhr ein.
Ein wenig mag der Ausspruch von Jesus "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt" Pate gestanden haben. 

 
Seitenversion: erg. 15.07.2017 (Beginn der völligen Neugestaltung des Themas außerhalb von NEUE WEGE)
URL:  www.brunhild-krueger.de/hz/hz8-grundeinkommen/hz80_grundeinkommen.html

 
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Bearbeitungsnotizen:
- Recherche und Einbeziehen / Auseinandersetzen mit der Idee der SPD von einer "Bürgerversicherung" (Beitrag zur Rente von allen ... )
AKTTEXT20170608ff - grundsätzlich neu strukturieren
u. a. Info über BIEN - siehe Abb.
in den Neuigkeiten zum 08.06.2017 notiert:
NADELÖHR GRUNDEINKOMMEN und Folgeseiten: völlige Umgestaltung dieses Themas nötig
Mit dem Aufschwung des öffentlichen Interesses an der Idee des "Bedingungslosen Grundeinkommens" und mit der Gründung der Partei "Bündnis Grundeinkommen" gibt es in den Medien so viele aktuelle interessante Informationen, dass ich mein Konzept zum "Nadelöhr Grundeinkommen" völlig umstellen muss.
Demnächst mehr an dieser Stelle  dazu.