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ERSTE NOTIZEN VON 2016 


Mit dem Beginn der Ausgestaltung des Themas HUMANISMUS ab dem 22.02.2020 habe ich die alten Notizen aus dem Jahr 2016 vorerst unverändert hierher verlagert.

Erste Notizen im Jahr 2016 waren:
    • 10.09.2016 - Menschenbild und Weltbild bei Christen und Marxisten
    • 15.08.2016 / 10.09.2016 - Deutscher Humanistentag 2017
    • 30.06.2016 - Humanismus und Humanität, Humanität in Zeiten des Krieges
    • 31.05.2016 - Papst Franziskus und der neue europäische Humanismus
    • 22.04.2016 - "Humanisten aller Konfessionen, vereinigt euch!"


Erste Notizen vorab


Menschenbild und Weltbild bei Christen und Marxisten

Meine Großmutter war "Christin und Marxistin zugleich". Sie sah darin keinen Widerspruch, sondern machte mich besonders auf die Übereinstimmungen zwischen den Weltbildern und Menschenbildern beider geistiger Strömungen (Religion auf der einen Seite, atheistisch-wissenschaftliche Weltanschauung auf der anderen Seite)  und ihrer Wertesysteme aufmerksam.
Wenn man sich einmal die Mühe macht, in die Denksysteme (theoretischen Konzepte) beider Sichtweisen einzutauchen, wird man überrascht sein von den gleichen und ähnlichen Grundgedanken des ursprünglichen christlichen und des ursprünglichen marxistischen Gedankengutes.
Man kann geradezu von einem "harmonischen christlich-marxistischen Weltbild", von einem "weitgehend übereinstimmenden Wertesystem und Menschenbild" sprechen.

In den 90er Jahren des 20. Jh. hatte sich in Berlin eine "Gesellschaft zur Förderung des christlich-marxistischen Dialogs" gebildet, die leider nach wenigen Jahren wieder einging. Bei allen Sprachschwierigkeiten, die sich aus den unterschiedlichen Terminologien ergaben, versuchte man von beiden Seiten, sich anzunähern. Offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür.
(notiert am 20.9.2016)


Deutscher Humanistentag 2017

Im kommenden Jahr findet wieder  ein "Deutsche Humanistentag" statt, vom 15. bis 18. Juni in Nürnberg. Weitere Informationen gibt es auf der zugehörigen Website www.ht17.de »externer Link« bzw. allgemein  unter www.deutscher-humanistentag.de »externer Link«.
Letzterer kann man entnehmen, dass das erste Treffen im Jahr 2006 in Hamburg stattfand, dann folgte im Jahr 2013 der nächste Humanistentag, ebenfalls in Hamburg, im Jahr 2014 trafen sich deutsche Humanisten in Regensburg und nun, im Jahr 2017 also in Nürnberg.

Den Festvortrag wird Prof. Julian Nida-Rümelin halten
Der wird mit diesem kleinen Text  unter "Reflektierter Humanismus" angekündigt:
(siehe www.ht17.de/2016/07/julian-nida-ruemelin/ »externer Link« - zuletzt aufgerufen am 27.11.2016)Professor für Philosophie, politischer Theoretiker, ethischer Praktiker, Staatsminister a. D. Julian Nida-Rümelin ist es wichtig, die Werte von Aufklärung, Rationalität und Menschenrechten in wirksames Handeln umzusetzen.

Dass Humanismus eine klare politische Komponente hat und sich als Handlungsanleitung begreifen lässt, zeigt nicht nur sein politischer Werdegang, der Ämter und Positionen wie den Staatsminister für Kultur und Medien im Kabinett Schröder, den Kulturreferenten der Stadt München und den Vorsitzenden der SPD-Grundwertekommission ausweist. Für Julian Nida-Rümelin ist Humanismus das angezeigte Heilmittel für eine zunehmend ungeordnete Welt, das einer konsequenten Anwendung bedarf.

Freuen Sie sich auf einen ebenso tiefsinnigen wie ansprechenden Festvortrag, der die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlägt.
Auf seiner Website gibt es weitere Informationen über diesen streibaren Humanisten und im Zusammenhang mit seinem Buch "Humanistische Reflexionen" dieses Zitat: "Humanismus ist vor allem eine Praxis der Menschlichkeit und damit die einzige Hoffnung auf eine friedliche, gerechte und prosperierende Weltgesellschaft der Zukunft. Damit der Humanismus seine Prägekraft zurückgewinnt, die er in einigen Phasen der Weltgeschichte hatte, muss er revitalisiert, muss er von Grund auf erneuert werden." (siehe www.julian.nida-ruemelin.de/humanistische-reflexionen »externer Link« , aufgerufen am 03.09.2016)

(notiert am 15.08 und 10.09.2016)


Humanismus und Humanität

Oft werden die beiden Begriffe synonym verwendet, ein Unterschied zwischen ihnen nicht wahrgenommen.
Im Rahmen dieses Themas werde ich mich also auch mit der Humanität (Menschlichkeit), mit ihren Zusammenhängen mit dem Humanismus (geistige Strömung, Weltanschauung, auch eine Epochebezeichnung in der Geschichte der Menschheit) ausführlicher befassen.

Humanität in den Zeiten des Krieges

Es gibt z. B. das "Internationale Komitee vom Roten Kreuz" in Genf, das u. a. auf die Einhaltung des "humanitären Völkerrechts" in Kriegen und bewaffneten Konflikten zu achten hat. 
Kriege stellen in meinen Augen zwar generell einen Verstoß gegen die Menschenrechte dar und ich denke, dass erst die Fähigkeit der Menschheit, Kriege generell zu verhindern, ihre Geburststunde als Menschheit und der Menschlichkeit sein wird
Doch in der heutigen Realität von Kriegen und Machtkämpfen zwischen verschiedenen Menschengruppen ist natürlich die Arbeit dieses "Internationalen Komitees vom Roten Kreuz" von außerordentlicher Wichtigkeit, ist wenigstens ein Anfang.  Seine Arbeit sollte daher in der Öffentlichkeit stärker bekannt sein.
Deshalb empfehle ich die Seite dieses Komitees auf der Website des Schweizerischen Roten Kreuzes:
https://www.redcross.ch/de/internationale-rotkreuz-und-rothalbmond-bewegung/das-internationale-komitee-vom-roten-kreuz »externer Link« .

Dort heißt es über das Anliegen:
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat seinen Sitz in Genf und ist von dort aus weltweit tätig. Seine humanitäre Mission besteht darin, das Leben und die Würde der Opfer bewaffneter Konflikte zu schützen und menschliches Leid durch die Verbreitung humanitärer Grundsätze und des Humanitären Völkerrechts zu vermindern. (notiert am 30.06.2016)


Papst Franziskus und der neue europäische Humanismus

Ein Beitrag über die Rede des Papstes anlässlich der Verleihung des Karlspreises, gefunden auf der Website von Franz Alt, getitelt:
      Papst: "Was ist mit dir los, Europa?"
(siehe www.sonnenseite.com/de/franz-alt/kommentare-interviews/papst-was-ist-mit-dir-los-europa.html »externer Link« ) 
Darin kommentiert Franz Alt die Rede von Papst Franziskus anlässlich der Verleihung des Karlspreises an ihn und bringt am Ende der Seite die Rede im Wortlaut.
Hier ein Textauszug aus dem Kommentar von Franz Alt
(Hervorhebungen im Text von mir - B.K.):

Papst Franziskus hat in seiner Dankesrede für den Internationalen Karlspreis 2016 im Vatikan mit deutlichen Worten die humanistischen Werte Europas angemahnt und einen wirtschaftlichen Wandel hin zu einer sozialen Marktwirtschaft gefordert.

und:
„Was ist los mit dir, Europa?“ fragt Franziskus und fordert in einer erfrischenden Rede einen „neuen europäischen Humanismus mit einer Kultur des Dialogs und der Erinnerung an die Geschichte“. Die Gründerväter Europas wie der Franzose Robert Schuman oder der Deutsche Konrad Adenauer hätten von einer „Solidarität der Tat“ geträumt und sie hätten „Brücken gebaut und Mauern eingerissen“ und nicht umgekehrt wie es heute in Südosteuropa geschieht.

Europa, so Franziskus, brauche jetzt drei auf Humanismus geründete Fähigkeiten: Die Fähigkeit zur Integration, die Fähigkeit zum Dialog und die Fähigkeit, etwas Neues hervorzubringen.

Diese Fähigkeit zur Integration dürfe nicht mit Almosen verwechselt werden. Sie sei die Chance zur Schaffung eines Lebens in Würde für alle. Europas Identität sei immer dynamisch und multikulturell gewesen. Hierfür müssten die Bürger Europas Koalitionen bilden, die nicht nur rein wirtschaftlich und militärisch, sondern kulturell, erzieherisch, philosophisch und religiös seien. Die Jugend Europas brauche Zukunftsperspektiven und Arbeitsplätze. Die Wirtschaft Europas müsse mehr sein, als auf „Profit, Spekulation und Zins“ ausgerichtet, sie müsse eine echte ökosoziale Marktwirtschaft werden, die „in die Menschen investiert, indem sie Arbeitsplätze und Qualifikation schafft“. Diese Rede möge in den Ohren der katholischen Herrscher in Polen genau so nachklingen wie in den Ohren der Nationalisten in Ungarn, Tschechien und der Slowakei und menschenfreundliche Veränderungen bewirken.

Den Karlspreis erhält, wer sich besondere Verdienste um Europa erworben hat. 2016 ist dies Papst Franziskus. Eine gute Wahl.
(notiert am 31.05.2016)


"Humanisten aller Konfessionen, vereinigt euch!"

Es freut mich zu sehen, dass inzwischen die Giordano-Bruno-Stiftung
(deren alleinseligmachendes Konzept des "evolutionären Humanismus" mich zu diesem Thema überhaupt erst angestiftet hat)

mit einem Beitrag
"Humanisten aller Konfessionen, vereinigt euch"
auf ihrer Pressedienstseite "hpd.de" (Humanistischer Pressedienst) in ähnliche Richtung zu denken beginnt, siehe ausführlich:
hpd.de/artikel/humanisten-aller-konfessionen-vereinigt-euch-12953 »externer Link«
(notiert am 22.04.2016)



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